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Ärger statt Verständnis – Kein Frühstück im Café

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Noch scheint der Ernst der Lage der Pandemie Corona-Virus nicht so richtig bei vielen Menschen angekommen zu sein.

Zumindest nicht in den Köpfen vieler Menschen, wie uns heute von einem Café – Betreiber berichtet wurde.

Besondere Aufregung habe es heute bei einigen Bürgern in einem Dorstener Café gegeben, die nicht auf ihr morgendliches Frühstück und Aufenthalt außer Haus verzichten wollten. Darüber drückten sie heute Morgen lautstark ihr Unverständnis aus.

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Fakt ist aber, dass die Welle der Virusinfektion auch Dorsten, wo es aktuell „nur“ elf gemeldete Fälle laut Kreis Recklinghausen gibt, erreichen wird.

Erlass zur Bekämpfung der Infektionskrankheiten

Um möglichst dazu Sorge zu tragen, dass der Virus sich nicht weiter ausbreitet, dabei geht es nicht um Panikmache sordern Vorsorge, gibt es seit gestern einen strengen Erlass zur Bekämpfung der Infektionskrankheiten und zur Verhütung der Weiterverbreitung von SARS-CoV-2 Virus-Infektionen.

Dieser beinhaltet unter anderem, dass alle Bars, Schankwirtschaften, Klubs, Diskotheken, Tanzveranstaltungen, Theater, Kinos, Kegelbahnen, Bibliotheken, Tierparks und Museen, unabhängig von der jeweiligen Trägerschaft oder von Eigentumsverhältnissen zu schließen oder einzustellen sind.

Dieser Erlass betrifft ab Mittwoch auch Restaurants und Gaststätten sowie Hotels für die Bewirtung von Übernachtungsgästen in Dorsten: Die Besucherinnen und Besucher werden mit Kontaktdaten registriert. Es werden maximal die Hälfte der Sitzplätze benutzt.

Der Zugang u. a. zu Restaurants, Gaststätten, Hotels sind dann nur unter strengen Auflagen zu gestatten (Reglementierung der Gästezahl, Registrierung der Besucher, Mindestabstände zwischen den Tischen, Hinweise zu Hygienemaßnahmen). Welcher Café-Betreiber kann diese Auflagen stemmen? Einige habe bereits für sich selber entschieden, und ihren laden gesclossen. Andere bis heute noch nicht.

Europa liegt im Fokus

Vielleicht sollte jeder, der sich darüber aufregt, weil er den Ernst der Lage noch nicht so richtig begriffen hat oder wahrnehmen möchte, sich darüber im klaren sein, dass es auch die Regionen, wo derzeit die Krankheit noch keine so große Rolle spielt, davon betroffen sein werden.

Laut Robert Koch Institut werde, wie heute in der Pressekonferenz in Berlin mitgeteilt wurde, die Risikoeinschätzung auf hoch eingestuft, sich mit dem Coronavirus zu infizieren. Bereits jetzt gebe es schon eine hohe Belastung für alle Kliniken im Land. Der Fokus der Pandemie liegt derzeit in Europa.

Solidarität

„Auf Dinge die Freude machen, auch innerhalb der Familie, muss jetzt jeder Bürger in dieser schwierigen Zeit verzichten. Dazu gehören unter anderem Essen- oder in Klubs und Cafés gehen, oder ein Fußballspiel anschauen“, so Gesundheitsminister Jens Spahn.

Das seien, betonte Spahn heute, alles Maßnahmen zur Eindämmung der Verbreitung, die nur funktionieren, wenn jeder Einzelne achtsam damit umgehe. Geschützt werden sollen besonders die Risikogruppen und Altersgruppen ab 65 Jahre. Deshalb sei eine Solidarität, worauf die Risikogruppen angewiesen sind, auch zwischen den Generationen wichtig.

Anstatt zu meckern sollten wir vielleicht den Verkäuferinnen, den Dienstleistern und allen anderen, die derzeit mithelfen, dass wir gut versorgt werden, lieber ein dankbares Lächeln schenken.

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