Lippeverband und Stadt Dorsten weihen Kunstwerk von Brigitte Stüwe am Hammbach ein
Der Schutz der Artenvielfalt steht beim Lippeverband neben der Verbesserung des Hochwasserschutzes im Mittelpunkt zahlreicher Renaturierungsprojekte. Mit der neuen interaktiven Skulptur „LEBENLASSEN!“ setzt der Verband nun ein sichtbares Zeichen für den Artenschutz im öffentlichen Raum. Gemeinsam mit der Dorstener Künstlerin Brigitte Stüwe und der Stadt Dorsten wurde das Werk am Donnerstag, 2. Oktober, am Hammbach auf Höhe der Neuen Schule feierlich eingeweiht.
Kunst mit Botschaft
Nach einer Idee von Brigitte Stüwe soll die Skulptur „LEBENLASSEN!“ auf den dringend notwendigen Schutz der Artenvielfalt aufmerksam machen. Der Standort am Hammbach, einem Nebengewässer der Lippe, wurde bewusst gewählt: Das Werk befindet sich in unmittelbarer Nähe einer Streuobstwiese und eines Grünbands, das von der Neuen Schule Dorsten gesäumt wird.
„Als skulpturales Element bricht LEBENLASSEN! die Form eines klassischen Denkmals ironisch und humorvoll: Statt eines Helden steht ein Käfer auf dem Sockel, um menschliche Naturverhältnisse provokant zu hinterfragen. Die Installation regt zur Reflexion über ästhetische Traditionen und das Verhältnis zur Natur an“, erklärte Brigitte Stüwe bei der Einweihung.
Digitale Erweiterung über QR-Codes
Über QR-Codes bietet das Kunstwerk Zugang zu Informationen über den Artenschutz an der Lippe und ihren Nebengewässern – insbesondere am Hammbach. Diese Inhalte ergänzen die digitale Freiluft-Bibliothek der „Lippe-Lese-Lounge“. Ein neues virtuelles Buch zum Thema Artenschutz wird dort über die Webseite www.lippeleselounge.de abrufbar sein.
Darüber hinaus ermöglicht eine Augmented-Reality-Anwendung (AR) Besucherinnen und Besuchern, eine Libelle auf das Kamerabild ihres Smartphones zu projizieren. Die AR-Funktion kann auch an anderen Orten genutzt werden und verknüpft so Kunst, Natur und digitale Technik.
Kooperation mit der Stadt Dorsten
Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff betonte die Bedeutung der Zusammenarbeit: „Mit dem Lippeverband haben wir einen starken Partner an unserer Seite, wenn es um die Gestaltung von Freiraum und Umwelt geht.“ Im Rahmen des integrierten Innenstadtkonzeptes „Wir machen MITte“ seien zwischen 2015 und 2023 mit Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) sowie der Städtebauförderung große Areale an Schölzbach und Lippe umgestaltet worden. Ziel sei es gewesen, die ökologische Qualität und die Zugänglichkeit der Gewässer im Stadtgebiet zu verbessern. „Auf diesen Erfolgen bauen wir auf und freuen uns, nun ein weiteres Kunstwerk, das in Zusammenarbeit mit der Dorstener Künstlerin Brigitte Stüwe und dem Lippeverband entstanden ist, eröffnen zu können“, sagte Stockhoff.
Nachhaltigkeit als Leitgedanke
Auch Lippeverbands-Vorstandsvorsitzender Prof. Dr. Uli Paetzel hob den Umweltgedanken hervor: „Als Lippeverband erledigen wir unverzichtbare Aufgaben der öffentlichen Daseinsvorsorge. Neben der Abwasserentsorgung gehören dazu der Hochwasserschutz und die Renaturierung technisch überformter Gewässer. Bei unserer Arbeit stehen die Mehrwerteffekte für Flora, Fauna und die Bevölkerung im Fokus.“
Mit dem Projekt „LEBENLASSEN!“ wolle der Verband seinen Beitrag zur Förderung der biologischen Vielfalt in der Region leisten. Zugleich bekenne man sich zu den Nachhaltigkeitszielen der Agenda 2030 der Vereinten Nationen.




























