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Asterix und Obelix gehen in der Hansestadt vor Anker

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Zaubertrank aus Tanz-, Gesangs- und Improvisationseinlagen

Asterix Bücher gibt es viele. Einige wurden sogar verfilmt. Doch was bisher nur wenige geschafft haben, ist die beiden Kultfiguren von Autor René Goscinny und Zeichner Albert Uderzo zum Leben zu erwecken. Und genau das gelang dem Mainzer am gestrigen Montag Abend im Dorstener alten Rathaus mit Bravour.

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Dreesen kam auf Einladung des Projekt „Melange e.V.“ sowie dem Trägerverein des Alten Rathauses und versprach seinen Zuschauern einen Zaubertrank aus Tanz-, Gesangs- und Improvisationseinlagen. All das war auch nötig, um die beiden Kult-Charaktere zusammen mit 28 weiteren Nebendarstellern wie dem Barden Trubadix, dem Häuptling Majestix und natürlich auch den Gegenspielern Julius Cäsar und Kleopatra bildlich vor den Augen des ausverkauften Saales entstehen zu lassen.

Zuschauer blieben nicht nur Zuschauer

Natürlich konnte Dresen die Schlachten zwischen Römern und Galliern nicht alleine meistern. So nahm er sich gleich zu Anfang das Publikum zu Hilfe. Der Saal wurde sinnbildlich in die beiden verfeindeten Lager gespalten und musste die Schlacht durch lautes Ausrufen von „Piff“, „Knuff“ und „Puff“ nachspielen. Da war es nur all zu verständlich, dass die Römer sich ihrerseits mit lautem Wimmern ergaben, hatten sie doch keine Chance gegen die Übermacht aus Gallien.
Wenig später kam dann der ersten Reihe eine ganz besondere Rolle zu Gute. Man stelle sich vor: Asterix und Obelix müssen Trubadix aus der Gefangenschaft der Gladiatoren befreien und durchkämen die Verließe des römischen Zirkuses. Sinnlos zu erwähnen, dass die Zelleninsassen – pardon – die Gäste der ersten Reihe von Dreesen alias Obelix eins auf die Zwölf bekamen – natürlich nur im sprichwörtlichen Sinne.

Der Abend war ein voller Erfolg

Dreesen wusste auf Grund seiner Schauspieler-Ausbildung mittels seiner Gestik und Mimik zu überzeugen und begeisterte nicht nur die zahlreich anwesenden Kinder und Jugendlichen. Auch die anwesenden Damen hatten sichtlich ihren Spaß an den Improvisationskünsten des gebürtigen Essener Protagonisten, als dieser sich vor den Augen aller Anwesenden mit gespielter Scham zusammen mit seinen beiden Kumpanen für einen Besuch eines römischen Badehauses vorbereitete.

Auf seine Affinität zu diesen Comics angesprochen, gestand Dreesen, er hätte selbst mit etwa 12 Jahren angefangen, sich mit der Materie zu beschäftigen. Das Programm selbst, sei im Jahre 2009 innerhalb von nur etwa fünf Monaten entstanden, nach dem er seine Vision einem Lesezirkel vorgetragen hatte. Befreundete Musiker hatten bei der Erstellung der zahlreichen Hintergrundgeräusche und auch der Playbacks für die Gesangseinlagen geholfen. Der Rest sei einfach Erfahrung aus 20 Jahren Schauspiel.

Immer einen Bezug auf die aktuellen Ereignisse

Eines war Dreesen am Ende aber dennoch sehr wichtig. Er selbst sieht innerhalb der Comics immer einen Bezug auf aktuelle Ereignisse aus dem Jahr der Veröffentlichung der Comics. Daher hatte sich der Wiesbadener Croupier, der seinen gelernten Beruf immer noch als Hobby weiterbetreibt, dazu entschieden einige Ereignisse aus dem Entstehungsjahr des Programms mit zu verarbeiten. So sang Barde Trubadix nicht einfach nur irgendwelche Lieder. Nein, es mussten Lieder aus dem Jahre 2009 sein wie „Männer“ von Herbert Grönemeier, oder aber auch Heinos „Sie lagen vor Madagaskar“. Doch damit nicht genug: Auch die Werbeeinnahmen den Weinverkäufern in der Arena entzogen und einem „Werbespot“ für zweideutige 0900er Nummern umgedichtet, die auch über das Handium erreichbar seien. Schließlich müsse ja auch der Sand der Arena bezahlt werden.

Bezahlt wurde Dreesen selbst schon während seiner Darbietung mit immer wiederkehrendem Szenenapplaus, der sich am Ende der Vorstellung in minutenlangen Applaus steigerte. Damit der Asterix-Fan aber auch in der heutigen Zeit seine Brötchen weiter verdienen kann, musste er noch am selben Abend wieder in die Heimat zurück, um dort die Gallische Kleidung im Schrank zu verstauen. Text und Foto: Harry

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