Eine kleine Testfahrt hat Nadine Mattes schon gewagt.

Dorsten. Sie treten in die Pedale: Die Parkinson Youngster. Eigentlich sollte es eine große Radtour mit über 300 Kilometern werden. Doch das ist gerade tabu und so radeln 10 Betroffene mit 10 Nicht-Erkrankten am Samstag los.

Parkinson Youngster Dorsten

Von Köln geht es bis nach Baden-Baden. 109 Kilometer pro Tag. Vom 12. bis 15. September. Schirmherr ist Jens Spahn.

Mit bei der Tour ist unter anderem Nadine Mattes, Vorsitzende desParkinson Youngster-Verbandes. „Nicht einmal die Hälfte der Medikamente für Parkinson ist in Deutschland verfügbar“, erklärt sie und möchte das ändern.

Räder wurden gesponsert

Vorab werden die Räder aus Dorsten mit einem Anhänger von Atlantis aus Dorsten nach Köln transportiert. Gesponsert wurden diese von der Punta Velo GmbH aus Dorsten unter Geschäftsführer Gerd Lemken mit seiner Elke Scheffler. Sie ist Ernährungsberaterin für die Parkinson Youngsters und so kam auch der Kontakt zustande. Eine kleine Testfahrt hat Nadine Mattes schon gewagt. Denn klassisch für Parkinson sind Angst und Panik.

Parkinson-Youngsters fahren am Samstag am Kölner Dom los.
Foto: Marie-Therese Gewert

Und die hatte Nadine Mattes vor der Radtour und vor allem der Geschwindigkeit. „Die Angst habe ich jetzt verloren. Auf den Rädern fährt es sich super“, meint sie. Die Räder sind mit einer extra Box vorne ausgestattet, in der diverse Dinge Platz finden. Unter anderem auch ein zweites Akku, damit das E-Bike auch immer zum Ziel kommt.

Am Kölner Dom startet die Tour. Veranstalter ist die Yuvedo-Stiftung. Mit der Rhein-Radtour soll das Bewusstsein für neurodegenrative Erkrankungen, kurz NDE, gestärkt werden. Einen Titel hat die Tour auch schon: „The very little great River Rhine Ride“.

Prominente Unterstützer der Parkinson Youngster

Comedian Markus Maria Profitlich ist einer der Unterstützer. Er sagt: „Wir werden vom Parkinson bewegt und jetzt bewegen wir uns. Eine tolle Initiative der YUVEDO Stiftung im Kampf gegen neurodegenerative Erkrankungen wie Parkinson. Das ist genau der richtige Ansatz. Davon braucht es noch mehr und weitere Unterstützer.“

Nadine Mattes mit Markus Maria Profitlich.
Foto: Privat

Das von der YUVEDO Stiftung initiierte Team setzt sich für eine schnellere Heilung und bessere medizinische Versorgung von Menschen mit Parkinson und anderen neurodegenerativen Erkrankungen ein. Auch das Europäische Parlament soll auf das Projekt Brainstorm aufmerksam machen und Unterstützer und Sponsoren finden.

Das Projekt konzentriert sich auf die Entwicklung einer wirksamen Behandlung von neurodegenerativen Erkrankungen wie Parkinson. Genauer: Darauf, die richtigen Anreize für effektive Forschung und Entwicklung zu setzen.

Insbesondere soll in Zusammenarbeit mit der kENUP Foundation ein öffentlich-privates Finanzierungsprojekt umgesetzt werden, der Brainstorm Fund. Freunde, Familien und Ärzten sowie vFluxRC/ridee begleiten das Team.

Unter den Teilnehmern sind der Comedian Markus Maria Profitlich, die Geschäftsführerin der Parkinson-Youngsters Nadine Mattes und die Gründer der YUVEDO-Stiftung Jörg Karenfort (CEO). Unter anderem fahren sie über Koblenz weiter nach Alzey, und Karlsruhe. Enden wird in Baden-Baden.

Die Gründer der YUVEDO Stiftung, Jens Gunter Greve und Dr. Jörg Karenfort, leben seit einigen Jahren ebenfalls mit der Diagnose Parkinson.

Weitere Infos gibt’s unter: http://yuvedofoundation.de und https://parkinson-youngster.de/

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Marie-Therese Gewert
Hallo, ich bin Marie. Schon während meines Studiums in Journalismus und Public Relations an der Westfälischen Hochschule schlug mein Herz für die Geschichten der Menschen. Als freie Mitarbeiterin war ich während meines Studiums stets für die WAZ Dorsten unterwegs. Danach zog es mich nach Kassel zum Volontariat bei der Hessisch-Niedersächsischen Allgemeinen, kurz HNA. Nachdem ich in einer Kommunikationsagentur in Düsseldorf tätig wurde, entschied ich mich im Mai 2018 für die Selbstständigkeit. Seither arbeite ich für verschiedene Auftraggeber, journalistisch und beratend. Ich schreibe für dorsten-online.de, weil die Plattform von Menschen aus der Heimat für Menschen aus der Heimat gemacht wird. Ich freue mich, Sie mit Beiträgen und Informationen aus der Region versorgen zu dürfen. Anregungen, Fragen und Hinweise nehme ich gerne entgegen. Marie-Therese Gewert

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