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Bahnhof Dorsten: Ein Beispiel für Engagement

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Dorsten. Noch braucht ein fremder Betrachter Fantasie, um sich vorzustellen, was hier in spätestens zwei Jahren lebendig wird. Am Dorstener Bahnhof. Gleich neben dem West-Gleis.

Liebevoll beschreibt Manfred Diekenbrock der Bahnhofsfamilie das, was er schon jetzt sieht. Er lässt die Menschen, die sich am Montagmittag am Bahnhof Dorsten versammelt haben, daran teilhaben: „Hier ist der Empfangsbereich“, erzählt er und gestikuliert.

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Menschen kommen dort an, nehmen gleich um die Ecke Platz. Sie trinken einen Kaffee, kommen ins Gespräch. Ein neuer Schienenbus steht zur Abfahrt bereit, um sie ans nächste Ziel zu fahren. Auf einem neuen Rad- und Fußweg hinter dem Zug sind weitere Dorstener in Bewegung. So wie am Dorstener Bahnhof alles in Bewegung ist.

10 Millionen Euro kostet das Projekt Bahnhof

Was momentan nur auf Entwürfen skizziert ist und in den Köpfen der Macher Gestalt annimmt, soll in zwei Jahren Realität sein. 10 Millionen Euro kostet das Projekt: Nach Verlegung der stadtseitigen Gleise hat das Eisenbahnbundesamt die Freigabe von rund 12.000 Quadratmetern Fläche genehmigt.

Zwei Urkunden wurden den Dorstenern für ihr Engagement überreicht.
Foto: Marie-Therese Gewert

Erste Schritte gab es schon: Die Verkehrsstation wurde 2019 barrierefrei modernisiert. Die Deutsche Bahn AG investierte in den vergangenen zwei Jahren 4 Millionen Euro. Jetzt heißt es: „Grünes Licht“ für das städebauliche Herzstück im integrierten Stadtentwicklungsprogramm „Wir machen MITte“.

Die Weichen am Bahnhof sind gestellt

Zahlreiche Fördermittel machen das Vorhaben möglich, den Bürgerbahnhof durch ein neu gestaltetes Umfeld in die Innenstadt anzubinden. Unter anderem aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung, kurz EFRE. Für die Bahnhofs- und Bahnflächenentwicklung sind jetzt alle Weichen gestellt.

Möglich ist das Projekt nicht zuletzt auch dank der zahlreichen Dorstener, die sich für ihre Heimat einsetzen. Sie wollen dem unbeachteten, in die Jahre gekommenen Bahnhof wieder zu neuem Glanz verhelfen.

Dorstener Bahnhof

Urkunden fürs Engagement

Und längst hat sich das Projekt NRW-weit herumgesprochen: Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des Landes NRW und Werner Lübberink, Konzernbevollmächtigter der Deutschen Bahn AG, machten sich vor Ort selbst ein Bild. Im Gepäck hatten sie zwei Urkunden für das Engagement von Stadt und Bürgern, zeichneten dieses als beispielhaft aus. Stellvertretend nahmen Bürgermeister Stockhoff für die Stadt Dorsten und Manfred Diekenbrock als Stellvertreter der Bahnhofsfamilie die Urkunden entgegen.

Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau und Gleichstellung des
Landes NRW kam zu Besuch zum Dorstener Bahnhof.
Foto: Marie-Therese Gewert

Ina Scharrenbach sprach Bürgermeister Tobias Stockhoff bei ihrem Besuch vor Ort Anerkennung aus: „Es gibt vermutlich wenige kommunale Entwicklungsprojekte, die die Komplexität der integrierten städtebaulichen Entwicklung eines denkmalgeschützten Bahnhofs und seines Umfelds übertreffen.“

Umstieg auf die Schiene

Diese Herausforderung habe die Stadt Dorsten in Begleitung der BEG NRW angenommen und „vorausschauend die Voraussetzungen für
einen attraktiven, gut angebundenen Bahnhof geschaffen, der noch mehr Menschen aus den umliegenden Baugebieten zum Umstieg auf die Schiene bewegen wird.“

Auch das BEG | 2 gemeinnützig orientierte Nutzungskonzept für den historischen Bahnhof erfahre demnach viel Zuspruch: „Wie sich die Vereine, Bürgerinnen und Bürger in Dorsten als ‚Bahnhofsfamilie‘ einsetzen, ist einfach beispielhaft“, lobt Ministerin Scharrenbach abschließend.

„Bahnhofsfamilie“ setzt sich ein

Werner Lübberink betonte: „Der Bahnhof Dorsten verbindet das Ruhrgebiet mit dem Münsterland und wird täglich von 2.500 Reisenden und Pendelnden genutzt. Das Entwicklungsprojekt rund um den Bürgerbahnhof ist ein Paradebeispiel für gute Zusammenarbeit und zeigt wieder einmal mehr, dass Bahnhöfe als Drehscheiben der Mobilität und Zentren urbanen Lebens eine besondere Bedeutung in einer Stadt einnehmen.“

“Mit der neuen Nutzung des Bahnhofs und den Verbesserungen von
Aufenthaltsqualität und Wegebeziehungen bauen wir auf identifikationsstiftende Wirkung weiter über den Bahnhofsbereich hinaus. Nicht nur der heutige Tag macht mich sehr zuversichtlich, dass uns hier etwas ganz Besonderes gelingt!“, erklärte Bürgermeister Tobias Stockhoff.

Noch in diesem Jahr sollen im Bahnhof Dorsten neue Abstellgleise in Betrieb genommen sowie einige Bahnübergänge erneuert werden. Und auch das ist nur eine weitere Station für den Dorstener Bahnhof im Herzen von Dorsten, der den Ankerpunkt zwischen der Heimat und der Welt bietet.

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