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Baugenehmigung für Levi Strauss Wulfen ist erteilt

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So soll das Distributionszentrum später aussehen. Foto: Delta Development Group – Architekturbüro Quadrant4

Der Bau eines neuen Distributionszentrums für Levi Strauss & Co. im Industriepark Große Heide in Dorsten-Wulfen hat eine wichtige Hürde genommen. Am 8. Februar erhielt der amerikanische Textilriese im Dorstener Rathaus die offizielle Baugenehmigung.

„Diese Genehmigung ist keine Formalie, sondern ein wichtiges Signal“, sagte Bürgermeister Stockhoff. „Jetzt ist der Moment gekommen, dass mit den Hochbauarbeiten in Kürze begonnen werden kann. Wir freuen uns auf eine lange und gute Zusammenarbeit mit der Weltmarke Levi Strauss in unserer Stadt.“

Für Levi Strauss & Co ergänzte Logistikchef Torsten Müller: „Von hier aus werden wir den europäischen Markt mit bis zu 55 Millionen Teilen pro Jahr beliefern. Wir bedienen alle unsere Vertriebskanäle – unsere Geschäfte, Großhandelspartner und unsere Website levi.com. Dieser Standort ist für uns nicht nur aufgrund seiner Lage in Europa optimal. Er unterstreicht auch unser nachhaltiges Engagement, denn wir bebauen hier keinen Freiraum, sondern eine revitalisierte Bergbau-Fläche.“ Das sei passend. Denn schließlich sei die berühmte Jeans am Anfang auch von Minenarbeitern getragen worden.

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Bei der Übergabe der Baugenehmigung für das neue Distributionszentrum, die mit allen Akten mehrere Ordner füllt (stehend von links): Michael Kalthoff (RAG MI), Torsten Müller (Levi‘s), Bürgermeister Tobias Stockhoff, Technischer Beigeordneter Holger Lohse (Stadt Dorsten) und Markus Funk (WINDOR) sowie (sitzend von links): Edwin Meijerink (Delta), Christoph Happe (RAG MI), Nicole Kruse (Stadt Dorsten) und Graham Truter (Levi’s). Die Masken wurden nur für den Moment der Aufnahme abgenommen. Foto: Stadt Dorsten / Guido Bludau

Levi Strauss Wulfen soll in zwei Jahren fertig sein

Edwin Meijerink, Geschäftsführer der Delta Development Group, die das Gebäude als Projektentwickler errichten und an Levi Strauss & Co vermieten wird, betonte, dass der Bau so schnell wie möglich beginnen soll: „Wir planen die Grundsteinlegung im Frühjahr diesen Jahres und kalkulieren eine Bauzeit von zwei Jahren bis zur Betriebsaufnahme.“ Der schnelle Baustart ist auch darum möglich, weil es zuvor eine Teilgenehmigung für die bereits laufenden Erdarbeiten gab.

„Mit der heutigen Übergabe der Baugenehmigung ist einer der wichtigsten Schritte für die Umwandlung des ehemaligen Zechenareals in Wulfen zum modernen Gewerbe- und Industriegebiet getan“, sagt Michael Kalthoff von der RAG. „Da das Areal allein mit der Levi Strauss & Co.-Ansiedlung schon zu mehr als der Hälfte vermarktet ist und weitere Interessenten vorhanden sind, betrachten wir die Entwicklung des Industrieparks Wulfen schon jetzt als erfolgreiches Strukturwandelprojekt. Ganz besonders stolz sind wir darauf, dass ein Weltkonzern wie Levi Strauss & Co. sich für den Bau ihres Zentrallagers in Europa ausgerechnet für das revitalisierte Zechenareal der RAG Montan Immobilien in Dorsten entschieden hat.“

Der Industriepark Große Heide in Dorsten-Wulfen, mit einer Drohne aufgenommen am 2. Februar 2022. Zur Orientierung: Links im Bild die Bundesstraße B 58 mit der heutigen Zufahrt auf das Areal. Foto: Stadt Dorsten / Guido Bludau

Bisher größtes Bauverfahren in Dorsten

Das Projekt „Levi Strauss & Co“ war das bisher größte zusammenhängende Verfahren in einer Baugenehmigung im Stadtgebiet Dorsten. Das berichtet Nicole Kruse, Expertin für Sonderbauten im Bauordnungsamt der Stadt Dorsten. Das Gesamtobjekt besitzt eine Grundfläche von 49.170 Quadratmetern. Es erreicht Höhen bis zu 27 Metern und wird ein Volumen von 1,09 Millionen Kubikmetern haben. Das entspricht etwa tausend großen Einfamilienhäusern, berichtet sie.

Auf dem Weg zur Genehmigung waren 17 externe und interne Behörden zu beteiligen. Zudem mussten zahlreiche Gutachten zu speziellen Details eingeholt werden.

Die Visualisierung zeigt den Entwurf für das Distributionszentrum. Foto: Delta Development Group – Architekturbüro Quadrant4

Moderne und große Anlage

Das Hauptgebäude umfasst Hochregallager, Distributionshalle und zwei Etagen mit Büro- und Sozialräumen. Optisch markant dominiert wird die Front durch eine gewaltige Freitreppe und das Hauptportal, das mächtige neun Meter Breite misst.

Dachbegrünung, Dachgärten, Photovoltaik, moderne Wasseraufbereitung unterstreichen den nachhaltigen Anspruch, „das grünste Distributionszentrum in Deutschland“ zu errichten.

Zusätzlich zum Hauptgebäude entstehen als Nebenanlagen außerdem die Energiezentrale, zwei Trafohäuser und zwei Sprinklertanks. Dazu kommt ein Sozialgebäude für Lkw-Fahrer, das nahe zu den 105 Stellplätzen für Lastwagen entsteht. Zudem werden für das Levi’s-Zentrum 364 Pkw-Stellplätze angelegt.

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