Im Altenzentrum Maria Lindenhof empfangen Besuchslotsen die Besucher
Dorsten. Freundlich nimmt Anne Dreischoff, eine von zwei Besuchslotsen im Seniorenzentrum Maria Lindenhof, die Gäste in Empfang.
Ihre Augen lächeln. Sie öffnet die gläserne Tür. Hier gilt für jeden die Regel: Erst die Hände desinfizieren. Dann Name, Datum und Uhrzeit eintragen und die Datenschutzerklärung unterzeichnen. Die Maske sitzt gut. Jetzt dürfen die Gäste eintreten und ihre Verwandten besuchen. Stets nach telefonischer Anmeldung. Wer sich hier nicht auskennt, wird zum Zimmer des Verwandten gelotst.
Besuchslotsen mit viel Engagement
Vor Corona war Anne Dreischoff Mitarbeiterin im Café. Jetzt vergibt sie Termine, koordiniert Besuchszeiten, steht Bewohnern beim Ein- und Ausgehen zur Seite, erinnert sie an ihre Masken und die Hygienevorschriften. Bevor es die Besuchslotsen gab, wurde das Pflegepersonal von Maria Lindenhof bei jedem Klingeln aus der Arbeit herausgerissen. Hieß: Lange Wartezeiten für Besucher am Eingang. Dank der Besuchslotsen wurde Abhilfe geschaffen.
Sie kamen erstmals im Mai zum Einsatz. Regelmäßig werden Bewohner und Mitarbeiter auf Corona getestet. Schnelltests für Besucher gibt es keine. „Da appellieren wir an das Verantwortungsbewusstsein der Angehörigen“, erklärt Anne Dreischoff. „Wir erleben viel Verständnis für die Situation, da die Regeln für den Schutz der Menschen da sind“.
Zum Wohle der Besucher
Während des Lockdowns blieben alle Senioren in ihrem abgeschirmten Bereich. In Maria Lindenhof gibt es eine große Akzeptanz für das, was umgesetzt wird. Ein Newsletter informiert die Angehörigen stets über alle Neuerungen, da sich Änderungen jederzeit ergeben können. Besuchszeiten sind auf eine Stunde beschränkt. Spontane Besuche fallen weg. „Wir reagieren zum Wohle der Bewohner.“, erklärt auch Andrea Korf vom Sozialen Dienst und ebenfalls Besuchslotsin. Nach Absprache sind in Ausnahmefällen auch Besuche außerhalb der Besuchszeiten flexibel möglich.
Dennoch bleibe die Situation schwierig. Die Angebote sind anders als vor Corona. Da gab es regelmäßig Spielenachmittage. Beschäftigung mit der Betreuungsassistenz. „Für Weihnachten müssen wir noch eine Lösung finden.“, meint Andrea Korf. Auch sie hat immer ein offenes Ohr für Fragen und Verständnis für die Sorgen und Nöte der Angehörigen und Bewohner. „Wir befolgen auch die Anweisungen, die wir bekommen und umsetzen müssen“.
Aktuell wird mehr oben in den Bereichen angeboten. Zwischendurch gibt es kleine Aktionen der Gemeinde. „Von außen bringen die Menschen Talente mit und unterstützen uns“, freut sich Korf. Sie ist seit 26 Jahren in Maria Lindenhoff. Dreischoff seit 12 Jahren. Doch beide merken, dass die Beschäftigung der Senioren mehr punktuell erfolgt. Zum Beispiel mit Gottesdiensten. Oder einem Mittagessen im Café.




























