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Bombe: Aufregung für die Anwohner- Routine für die Kampfmittel-Profis

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Foto: privat

Die Bombe von Dorsten war ein gefährliches Schwergewicht. Über einen langen Tag in Altendorf-Ulfkotte und einen wohl krisensicheren und wichtigen Beruf.

Altendorf-Ulfkotte. Kurz vor halb Neun gab es Entwarnung. Um 20.20 Uhr brachten Experten des Kampfmittelräumdienstes die 250 Kilogramm schwere Bombe kontrolliert zur Explosion. Am späten Mittwochabend der vergangenen Woche konnten die rund 600 evakuierten Bürger*innen in ihre Wohnungen und Häuser in Altendorf-Ulfkotte zurückkehren. Der Spuk war vorbei.

Mit 30 Tonnen Sand musste die 250-Kilogramm-Bombe für die Sprengung bedeckt werden / Foto: privat

Bombe – Ein gefährliches Schwergewicht

Bei der Bombe von Altendorf-Ulfkotte handelte es sich um ein echtes Schwergewicht. Und ein besonders gefährliches dazu. Denn sie hatte einen Langzeitzünder, dessen Entschärfung nicht möglich war. Die Profis deckten die Bombe mit 30 Tonnen Sand ab, um bei der Explosion Schäden an umliegenden Gebäuden zu verhindern.

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2160 Bomben im Jahr

Nervenaufreibende Aufregung für die Anwohner*innen, Routine für die Bombenentschärfer. Allein in 2019, dem letzten Jahr für das entsprechende Zahlen veröffentlicht wurden, haben die Frauen und Männer des Kampfmittelräumdienstes NRW-weit 2160 Bomben geräumt und unschädlich gemacht. 207 dieser Bomben wogen mehr als 50 Kilogramm. Aber die Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg machten nur einen kleinen Teil der Arbeit aus. Der Großteil der knapp 15.000 in 2019 geräumten Kampfmittel bestand aus Granaten, Minen, Handgranaten, Munition und anderen Sprengmitteln mit einem Gesamtgewicht von etwa 123 Tonnen.

15 Prozent Blindgänger

Insgesamt warfen die Alliierten im Zweiten Weltkrieg rund 1,3 Millionen Tonnen Sprengmittel auf das Gebiet des Deutschen Reiches. Etwa die Hälfte allein auf das Gebiet des heutigen NRW. Experten zufolge waren 15 Prozent davon Blindgänger. 2019 hat das Land 22,7 Millionen Euro ausgegeben, um Kampfmittel zu beseitigen.


Beim Kampfmittelbeseitigungsdienst arbeiten 90 Frauen und Männer. Seine Zentrale ist in Hagen, Außenstellen gibt es in Münster und Detmold. Die Aufgabe der Experten teilt sich in vier Bereiche auf:

  • Kriegsluftbildauswertung
  • Kampfmitteldetektion/-ortung
  • Kampfmittelräumung
  • Kampfmittelvernichtung/endgültige Beseitigung

Wie der Einsatz ablief, lesen sie hier: https://dorsten-online.de/update-zum-bombenfund-in-altendorf-ulfkotte/

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