Der vierte Dorstener Brustkrebslauf ist Geschichte – die Wirkung der Veranstaltung reicht jedoch weit über den Veranstaltungstag hinaus. Während am Sonntag hunderte Teilnehmer gemeinsam ein Zeichen der Solidarität setzten, richtet sich der Blick der Organisatoren bereits auf die Verwendung der Spendengelder und die Zukunft des Projekts.
Für Andreas Schilasky und das Organisationsteam steht dabei vor allem ein Ziel im Mittelpunkt: Betroffenen Frauen nach ihrer Brustkrebs-Therapie Unterstützung und Begegnungsmöglichkeiten zu bieten.
Die gesammelten Spenden kommen dem Brustzentrum des Evangelischen Krankenhauses Gelsenkirchen sowie der Brustkrebsstation des St. Elisabeth-Krankenhauses Dorsten zugute. Finanziert werden damit Angebote, die den Betroffenen den Alltag nach der Behandlung erleichtern sollen. Dazu gehören unter anderem Yoga-Kurse für Brustkrebspatientinnen sowie das sogenannte „Mama-Café“ in Dorsten. Dort können sich betroffene Frauen treffen, austauschen und gegenseitig unterstützen.

„Wir möchten den Frauen ein paar schöne Stunden ermöglichen und ihnen Orte schaffen, an denen sie sich aufgehoben fühlen“, erklärt Schilasky. Die Krankheit selbst könne niemand einfacher machen. Umso wichtiger seien Angebote, die Kraft geben und Gemeinschaft schaffen.
Auch weitere Projekte sind denkbar. So prüft das Organisationsteam derzeit, ob künftig geeignete Räumlichkeiten für Yoga-Angebote geschaffen oder unterstützt werden können.
Rückblick auf einen besonderen Tag
Dass der diesjährige Brustkrebslauf ein voller Erfolg wurde, war am frühen Sonntagmorgen noch nicht abzusehen. Nach nächtlichen Gewittern blickte Schilasky beim Aufbau mit Sorge in Richtung Himmel.
„Als ich morgens in den Bürgerpark kam, war es still, bewölkt und es regnete. Ich dachte nur: Bitte nicht schon wieder schlechtes Wetter.“
Doch die Wolken verzogen sich rechtzeitig. Pünktlich zum ersten Startschuss zeigte sich die Sonne. Bürgermeister Tobias Stockhoff und Landrat Bodo Klimpel begrüßten die Teilnehmer, Bundestagsabgeordneter Niklas Kappe führte durch das Programm. Musikalische Unterstützung gab es unter anderem von Sängerin Svenja und dem Blasorchester Holsterhausen.

Neben den sportlichen Leistungen standen vor allem die Begegnungen im Mittelpunkt. Viele Teilnehmer hatten sich bereits über Monate hinweg auf den Lauf vorbereitet. Einige waren bereits zum vierten Mal dabei. Entsprechend groß war die Freude über das Wiedersehen.

„Die Stimmung war einfach fantastisch. Überall sah man strahlende Gesichter, gute Gespräche und Menschen, die sich aufeinander gefreut haben“, beschreibt Schilasky den Tag.
Blick nach vorn: Brustkrebslauf 2027 bereits in Planung
Nach der Veranstaltung beginnt für die Organisatoren bereits die Nachbereitung. Das Team möchte analysieren, was gut funktioniert hat und an welchen Stellen Verbesserungen möglich sind.
Gleichzeitig laufen bereits die ersten Überlegungen für den nächsten Brustkrebslauf. Dieser soll nach aktuellem Stand am 23. Mai 2027 stattfinden.
Eine besondere Vision hat Schilasky dabei bereits im Kopf: Ein gemeinsamer Lauf aller Dorstener Stadtteile mit unterschiedlichen Strecken und einem zentralen Ziel auf dem Marktplatz. Konkrete Gespräche mit Stadt und Politik stehen hierzu zwar noch aus, die Idee zeigt jedoch, wie sich die Veranstaltung weiterentwickeln könnte.
Sicher ist schon jetzt: Die Unterstützung durch zahlreiche Helfer bleibt unverzichtbar. Schilasky bedankt sich ausdrücklich bei der Stadt Dorsten, dem Ordnungsamt, dem Grünflächenamt, dem Entsorgungsbetrieb sowie dem THW, ohne deren Unterstützung die Veranstaltung nicht möglich wäre.
Auch nach dem Zieleinlauf wirkt der Brustkrebslauf somit weiter: als Zeichen der Solidarität, als Begegnungsort für Betroffene und als Hilfe für Menschen, die nach einer schweren Krankheit neue Kraft schöpfen möchten.




























