Christian Arndt – Auf dem Rubbish-Bike für ein sauberes Dorsten

Fotos: Stadt Dorsten

Der 46-Jährige sammelt auf Fahrradtouren Müll ein und erhält Unterstützung der Stadt Dorsten

Dorsten (pd). Viele Dorstener werden Christian Arndt wahrscheinlich schon einmal gesehen haben, wenn er auf seinem ziemlich auffallenden Fahrrad samt Anhänger quer durch das Stadtgebiet radelt.

Die wenigsten werden allerdings wissen, was es damit auf sich hat. Der 46-Jährige setzt sich in seiner Geburtsstadt für den Umweltschutz ein. Unter dem Motto „The Rubbish Bike“ fährt er durch Dorsten und sammelt Müll ein. Papier, Zigarettenstummel, Taschentücher, Dosen oder Flaschen – alles, was Christian Arndt in die Greifer seiner Zange bekommt, wird anschließend ordnungsgemäß entsorgt.

Dem Hobby nachgehen und gleichzeitig etwas Gutes tun

„Ich kann meinem großen Hobby nachgehen und dabei auch noch etwas Gutes tun. Besser geht es doch gar nicht“, sagt Christian Arndt, der seit vielen Jahren Mitglied beim RSC Dorsten ist.

Es war im Frühsommer, als er Bürgermeister Tobias Stockhoff via Facebook anschrieb und ihm von seiner Idee berichtete. Zu oft, wie er sagt, hatte er sich schon darüber geärgert, wenn er auf seinem Fahrrad durch das Stadtgebiet fuhr und ständig Müll auf dem Boden liegen sah. Der Bürgermeister war begeistert und sagte nach Rücksprache mit dem Entsorgungsbetrieb sofort seine Unterstützung zu.

Bürgermeister Stockhoff unterstützt Christian Arndt

„Ich finde es großartig, wie sich Christian Arndt in unserer Stadt ehrenamtlich für den Umweltschutz einsetzt. Ein großer Vorteil ist auch, dass er an Stellen unterwegs ist, die die Kollegen vom Entsorgungsbetrieb mit ihren Maschinen nicht einfach so ansteuern können“, sagt Tobias Stockhoff.

Fünf Touren mit seinem „Rubbish-Bike“ hat Christian Arndt in diesem Jahr schon zurückgelegt – und dabei jede Menge Müll eingesammelt. „Eine 50-Liter-Tonne bekomme ich bei jeder Fahrt locker zusammen“, sagt er.

Auf seiner Website https://therubbishbike.jimdofree.com/ berichtet er regelmäßig von seinen Touren. Die letzte Fahrt in diesem Jahr hat am Nikolaus-Wochenende stattgefunden. In seinem Tourbericht heißt es: „Kann mir vielleicht jemand sagen, warum so viele Menschen Taschentücher wegwerfen? Ich habe heute bestimmt 70% Taschentücher aufgesammelt, echt ekelig.“

Ein neues „Rubbish Bike“ von Punta Velo

Auf Christian Arndt und sein „The Rubbish-Bike“ sind längst einige Dorstener aufmerksam geworden. Auch die Firma Punta Velo, die u.a. sogenannte Transport-Fahrräder herstellt. Diese Art von Fahrrad wird das Dorstener Unternehmen Christian Arndt in Kürze kostenlos zur Verfügung stellen, damit er auch problemlos größere Gegenstände einsammeln kann. Außerdem kann die Mülltonne fortan im vorderen Bereich des Fahrrades platziert werden – ein weiterer großer Vorteil, wie Christian Arndt sagt.

Im nächsten Jahr will er gleich wieder für den Umweltschutz in die Pedale treten und seine Rubbish-Bike-Touren, die zwischen 20 und 30 Kilometer lang sind, sogar für jedermann öffnen. Ständige Anfahrpunkte sind die Schleuse, das Storchennest sowie das Zechengelände in Hervest. Nach getaner Arbeit wird dann der Entsorgungsbetrieb angesteuert, um den Müll zu entsorgen. „Wer mich begleiten will, kann sich gerne über meine Homepage bei mir melden. Anfang Januar geht’s wieder los“, sagt er.

Bürgermeister Tobias Stockhoff hat sich für eine der Touren in 2021 bereits einen Startplatz gesichert.

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Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.