Erheblich weniger Einnahmen aus Einkommensteuer, mehr Ausgaben für Ordnungsmaßnahmen. Schuldenberg wird trotzdem kleiner.
Dorsten. Drei Mal im Jahr muss Bürgermeister Tobias Stockhoff der Bezirksregierung im Rahmen der Haushaltssanierung einen Bericht zur aktuellen Finanzsituation vorlegen. Der aktuelle, mit Stand vom 30. Juni dieses Jahres, sieht für Dorsten ein um 5,1 Millionen Euro schlechteres Ergebnis vor als geplant.
Ohne Corona zwei Millionen Euro plus
Aufgrund von Corona habe sie Stadt demnach rund sieben Millionen Euro weniger eingenommen bzw. mehr ausgegeben. Ohne die Auswirkungen der Pandemie wäre das Haushaltsergebnis um zwei Millionen Euro besser ausgefallen als kalkuliert, so der Bericht.
Einkommensteuer sinkt um 4,26 Millionen Euro
Das größte Minus sei mit 4,26 Millionen Euro durch einen „geringeren Gemeindeanteil an der Einkommensteuer“ entstanden. Negative schlagen außerdem „Wertberichtigungen von Forderungen“ (minus 1,8 Millionen Euro), ein „Mehraufwand bei Ordnungsmaßnahmen“ ( plus eine Million Euro) und „geringere Einnahmen bei der Vergnügungssteuer“ (minus 765.000 Euro) zu Buche.
Große Einsparungen bei Sozialausgaben
Dem gegenüber konnte die Stadt mehr Gewerbesteuer einnehmen (plus 2,1 Millionen Euro). Soziale Kosten haben den Haushalt ebenfalls erleichtert: Mehreinnahmen SGB II Umlage (plus 1,88 Millionen Euro), geringere Zahlungen SGB II Umlage (plus 2,16 Millionen Euro), höhere Erstattungen von Unterhaltsleistungen (plus 730.000 Euro) und weniger Zahlungen der wirtschaftlichen Jugendhilfe (plus 950.000 Euro).
Schuldenberg sinkt weiter
Dass der Schuldenberg der Stadt weiter gesunken ist, liegt laut Bericht an der „Rückführung von Kreditverbindlichkeiten“. So sei im Februar 2021 ein Kredit in Höhe von neun Millionen Euro abgelöst worden. Ein weiterer über 9,04 Millionen Euro, der mit fünf Millionen Euro als Liquiditätskredit refinanziert wurde, sei im April getilgt worden.




























