In der kommenden Sitzung des Umwelt- und Planungsausschusses am 23. März sollen die Pläne der neuen Dorfmitte Deuten vorgestellt werden
Über das Förderprogramm der „Vitalregion Hohe Mark“ konnte die erste Planung über den Heimatverein Deuten erfolgreich beantragt werden. Zum anderen konnten die ersten Anschaffungen von Spielgeräten über den Förderverein der Grundschule erfolgen.
Nach umfänglichem Abstimmungsprozess mit den Beteiligten vom Heimatverein, der Bürgerschaft Deuten (online-Beteiligung), dem Förderverein der Grundschule und der Schulleitung dem Denkmalschutz sowie Vertretern der Kirche Herz-Jesu und der zuständigen Verwaltungsstellen (Tiefbau und Grünflächen) konnte mit Hilfe des Planungsbüros Kemper (Dorsten) die Entwurfsplanung nun fertig gestellt werden. Die zentralen Bereiche der Neugestaltung umfassen die Wegeerschließung, den barrierefreien Zugang zum Kirchplatz, den Zugang zum Schulgelände und Teile des Schulhofes der Grundschule.
Geplant ist eine Erschließung durch eine Pflasterung der gesamten Wegefläche und höhenmäßige Anpassung unter Beachtung des Wohngebäudeanschlusses und der dorfprägenden Eichenbäume. Entlang des ca. 60 m langen Weges soll eine kleine Sitzstufenanlege zum Verweilen und kommunizieren einladen. Der Weg soll ebenfalls neu beleuchtet werden.

Kommunikationsfläche
Zentral dominierend entsteht eine Kommunikationsfläche (Treffpunkt) als heckenförmig begrüntes Rondell für Treffen aller Art oder auch schulischer Nutzungen. Der Anschluss nach Westen erfolgt an die vorhandenen wassergebundenen und teilbefestigten Wegeflächen. Im westlichen Bereich ist eine Radservicestation zusätzlich geplant, soweit diese über das Vitalprogramm gesondert gefördert wird. Der Einbau würde bereits in diesem Jahr erfolgen.
An zwei Stellen soll die Zuwegung zum Kirchplatz barrierefrei und und über eine neue Treppenanlage erfolgen. Die Planung sieht vor, dass der Kirchplatz selbst um rund 8 Meter vergrößert und standorttypisch gepflastert und mit einer Natursteineinfassung gerahmt wird. Zwischen Pfarrheim und Kindergarten soll in den Boden ein kleiner Erlebnisweg als Barfußpfad entstehen.
Dorftypisch
Kinder und auch die Erwachsenen sollen dadurch einladen werden, diesen kleinen mitunterschiedlichen Belagsformen gestalteten Pfad aktiv zu nutzen. Dies sei laut Holger Lohse, Technischer Beigeordneter der Stadt Dorsten, auch eine dorftypische Art, die verschiedenen Bodenbeläge im Siedlungsraum zu demonstrieren.
Zum Verweilen sollen Bänke einladen. Die geplante Infovitrine diene der dörflichen Kommunikation.
Die anfänglichen weiteren Begrünungsvorschläge, wurden allerdings im Zuge der Erörterung mit der örtlichen Denkmalpflege und dem LWL (Landschaftsverband Westfalen Lippe) geändert und an den Standort der Kirche „im Hain“ angepasst.
Für die neue Erschließung müssen jedoch einige Bäume entfernt werden. Der „Eichenhain“ soll im gegenzug mit geeigneten Laubbäumen an passenden stellen neu unterpflanzt werden. Die Besonderheiten des Denkmals seien ebenfalls mehrfach diskutiert worden, da es unterschiedliche Auffassungen zur Platzgestaltung gegeben habe.
Der moderne Kirchenbau des deutschen Architekten Dominikus Böhm wurde zwischen 1939 und 1942 innerhalb des kleinen Waldstückes erbaut. Die Kirche und das Waldstück als Ensemble bilden eines der künstlerisch bedeutendsten Werke Westfalens zwischen 1920 und 1940. An dieser Stelle auch der Verweis auf die Altarfensterfront, den Glasarbeiten im Innenraum neben der anderen wertvollen, christlichen Symbolik. Die Höhe der Aufwendungen belaufen sich auf circa 37.000 Euro.




























