Die erste Erinnerungsbank Dorstens

Auf dem Foto: Sitzend: Birgit Krenz-Kaynak und ihr Sohn Yunus Kaynak. Stehend: Bürgermeister Tobias Stockhoff, Karsten Hartmann (Referent des Bürgermeisters) und Mila Ellee (Referentin des Technischen Beigeordneten).
Foto: Stadt Dorsten

Birgit Krenz-Kaynak möchte mit dieser Bank an ihren verstorbenen Mann Hüseyin erinnern

Dorsten (pd). Am Kanaluferweg steht in Höhe des Sportplatzes seit Dienstag eine Bank. Eine Bank der Erinnerung. Initiatorin ist Birgit Krenz-Kaynak, die im vergangenen Jahr ihren Mann Hüseyin Kaynak verloren hat und ihm jetzt die Erinnerungsbank widmet.

Auf einer Plakette, die an der Rückenlehne der Sitzseite angebracht ist, steht geschrieben: „Du bist in unserem Herzen – Kalbimizdesin“ – Hüseyin Kaynak – 1960 bis 2019.

„Wir haben das Wasser geliebt“ Birgit Krenz-Kaynak

Dass Bürgerinnen und Bürger von der hochwertigen Parkbank einen wunderbaren Blick auf das Wasser haben, ist kein Zufall. Birgit Krenz-Kaynak und ihr verstorbener Ehemann haben lange zusammen in Dorsten gelebt – an der Wasserstraße. „Wir haben das Wasser geliebt, sind am liebsten stundenlang an Lippe und Kanal spazieren gegangen“, berichtet die evangelische Pfarrerin und ergänzt: „Mein Mann stammt aus der Türkei und ist dort beerdigt worden. Ich möchte nicht, dass auch noch sein Name ganz aus Dorsten verschwindet.“ Die Sitzbank am Kanaluferweg nennt sie „einen Ort des Gedenkens“.

Vorbild ist die Dorstener Partnerstadt Crawley. Während einer Reise mit dem Freundeskreis Crawley saß sie vor einigen Jahren mit ihrem Mann auf genau so einer Erinnerungsbank. Beiden gefiel diese
Idee sehr.

Ein fester Ort des Erinnerns

Auch Bürgermeister Tobias Stockhoff, der den Wunsch von Birgit Krenz-Kaynak gerne unterstützt hat, sind solche Erinnerungsbänke beim Besuch in der britischen Partnerstadt Crawley schon aufgefallen. „Trotz des doch traurigen Anlasses finde ich die Idee sehr schön. Für viele Menschen ist es wichtig, einen festen Ort des Erinnerns zu haben“, sagt er.

Ein Ort der Erinnerung.
Foto: Stadt Dorsten

Die Stadt Dorsten hat mit der Erinnernden eine Vereinbarung über die Errichtung dieser Erinnerungsbank geschlossen. In diesem Schriftstück sind Rechte und Pflichten geregelt. Die Kosten werden von der Auftraggeberin oder dem Auftraggeber getragen. Die Montage der Bank ist den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Grünflächenamts vorbehalten.

Bürgerinnen und Bürger, die Interesse haben, im Stadtgebiet ebenfalls eine Erinnerungsbank aufstellen zu lassen, können sich per E-Mail an [email protected] an die Stadt Dorsten wenden. Voraussetzung für die Errichtung einer Erinnerungsbank ist mindestens ein persönlicher Bezug zu Dorsten.

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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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