Nach zwei Jahren der Verschnaufpause scheint der Immobilienmarkt in Dorsten, Gladbeck und Marl wieder leicht an Fahrt aufzunehmen. Wie der gemeinsame Gutachterausschuss für Grundstückswerte mitteilt, haben sich die Preise für gebrauchte Wohnimmobilien im ersten Halbjahr 2025 erstmals seit 2022 wieder nach oben bewegt.
Ein- und Zweifamilienhäuser verteuerten sich um durchschnittlich drei Prozent, Eigentumswohnungen um zwei Prozent. Damit liegen die Preise nur noch fünf Prozent unter dem Allzeithoch aus dem Jahr 2022. „Die Auswertung der tatsächlich gezahlten Kaufpreise bestätigt einen moderaten Anstieg – keinen Preissprung“, erklärt Dörthe Schmidt, Vorsitzende des Gutachterausschusses. Die Entwicklung decke sich mit der bundesweiten Trendwende seit Jahresbeginn, wie sie auch der Häuserpreisindex des Statistischen Bundesamtes zeigt.

Trotz steigender Immobilienpreise blieb die Zahl der registrierten Kaufverträge für bebaute und unbebaute Grundstücke im Halbjahresvergleich stabil. Allerdings fiel der Geldumsatz mit 206 Millionen Euro deutlich niedriger aus als im Vorjahreszeitraum.
Wer steckt hinter den Zahlen?
Der Gutachterausschuss für Grundstückswerte ist ein unabhängiges, ehrenamtliches Gremium aus von der Bezirksregierung bestellten Sachverständigen. Seine Aufgabe: Transparenz auf dem Immobilienmarkt schaffen. Dafür sammelt und wertet er Kaufpreise aus, ermittelt Bodenrichtwerte und erstellt Verkehrswertgutachten – sowohl für Gerichte als auch für private Auftraggeber.
Interessierte Bürgerinnen und Bürger finden amtliche Richtwerte, Immobilienpreise und den Grundstücksmarktbericht online unter www.boris.nrw.de. Weitere Informationen zum Gutachterausschuss gibt es auf www.dorsten.de/gutachterausschuss.




























