Für mehr Sicherheit im gewerblichen Personen- und Güterverkehr hat das Polizeipräsidium Recklinghausen am Freitag, 8. August, eine groß angelegte Kontrolle durchgeführt. Gemeinsam mit Zoll und dem Bundesamt für Logistik und Mobilität (BALM) nahmen die Beamten im gesamten Kreisgebiet sowie in der Stadt Bottrop 201 Fahrzeuge unter die Lupe.
Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen begleitete persönlich eine Kontrollstelle in Bottrop. „Unser Ziel ist klar: mehr Sicherheit im gewerblichen Verkehr. Wir prüfen deshalb besonders die Ladungssicherung, die Fahrtüchtigkeit der Fahrer, die Einhaltung der Lenk- und Ruhezeiten sowie mögliche Manipulationen an Fahrtenschreibern“, erklärte sie vor Ort.
Viele Fahrzeuge ohne Beanstandung – dennoch zahlreiche Verstöße
Die Bilanz fällt insgesamt positiv aus: Viele LKW und Busse konnten nach kurzer Kontrolle ihre Fahrt fortsetzen. Dennoch wurden bei 99 Fahrzeugen Verstöße festgestellt. Besonders häufig ging es um die Missachtung von Sozialvorschriften, also zu lange Lenkzeiten oder nicht eingehaltene Pausen, sowie um unzureichend gesicherte Ladung.
„Die korrekte Sicherung der Ladung ist entscheidend für die Verkehrssicherheit“, betonte Zurhausen. Überladung oder schlecht gesicherte Fracht könnten zu gefährlichen Situationen führen, die schwere Unfälle nach sich ziehen.
Auch bei Lenk- und Ruhezeiten kennt die Polizei keine Kompromisse. „Diese Regeln sind kein bürokratischer Selbstzweck, sondern schützen sowohl die Fahrer als auch andere Verkehrsteilnehmer. Manipulationen am Fahrtenschreiber sind Straftaten und können Geld- oder Freiheitsstrafen nach sich ziehen“, so die Polizeipräsidentin.

Sieben Fahrzeugen Weiterfahrt untersagt
Im Detail wurden in 15 Fällen Verstöße gegen das Fahrpersonalrecht oder Sozialvorschriften festgestellt. Elf Fahrzeuge hatten mangelhafte Ladungssicherung, fünf wiesen technische Mängel auf. In sieben Fällen war die Weiterfahrt nicht mehr erlaubt. Positiv: In keinem Fall fanden die Beamten Hinweise auf Manipulationen an Fahrtenschreibern.
Sicherheit als Gemeinschaftsaufgabe
Die Aktion war Teil landesweiter Kontrollmaßnahmen. Neben der Polizei waren auch der Zoll, das BALM, der TÜV und weitere Partner beteiligt. „Jeder bringt seine Expertise ein. Nur gemeinsam können wir die Straßen für alle sicherer machen“, unterstrich Zurhausen.




























