Drei Chöre, drei unterschiedliche Klangwelten – die Stadtagentur Dorsten präsentiert am 3. Juni ein buntes Programm für das neunte Dorstener Chorfestival, bei dem es Auftritte in drei Kirchen gibt.
Zum Altstadtfest findet am Samstag (3. Juni) das neunte Dorstener Chorfestival statt. Es ist das zweite, das als Wandelkonzert zwischen den Dorstener Altstadtkirchen organisiert wird. In St. Agatha, der Ursulinenkirche und St. Anna vom Franziskanerkloster steht jeweils eine chorische Formation auf dem Programm.
Besucherinnen und Besucher haben die Möglichkeit, allen Kirchen einen Besuch abzustatten und alle Chöre zu erleben, keiner muss etwas verpassen. Es wird jeweils um 17 Uhr, 17.30 Uhr, 18 Uhr und 18.30 Uhr dasselbe Kurzprogramm dargeboten. Die Konzerte sind kostenlos, an den Ausgängen der Kirchen wird um eine Kollekte für die Musiker gebeten.
Choralschule St. Agatha in der Agathakirche
In der St. Agatha-Kirche empfängt die „Choralschola St. Agatha“ die Besucher. Der 2001 von Kantor Dr. Hans-Jakob Gerlings gegründete Männerchor hat sich der ursprünglichen liturgischen Tradition des gregorianischen Chorals verschrieben. Die tiefen Stimmen entführen geradewegs in die Mystik des Mittelalters. „Die Gesänge der Schola sind im Graduale Romanum aufgezeichnet. Es ist das lateinische Gesangbuch der römisch-katholischen Kirche, in dem alle Melodien und Texte der gregorianischen Gesänge der Messfeier für das ganze Kirchenjahr stehen“, sagt Gerlings. Jeden Donnerstag probt er mit den Herren und begrüßt auch gerne auch neue Interessenten.
Neben dem liturgischen Gesang pflegt die Choralschola übrigens auch eine gute Gemeinschaft bei Radtouren oder gemeinsamen Essen. Dazu kommen jährliche Studienwochenenden in der Benediktinerabtei Gerleve, in den Abteien Maria Laach, Himmerod oder bei den Franziskanern in Olpe.

Singing Hardt im Ursulinenkloster
Einen schönen Kontrast dazu bietet der ökumenische Gospelchor „Singing Hardt“ in der Kirche des Ursulinenklosters in der Ursulastraße 8 – 12. Der 2002 gegründete Chor widmet sich vor allem neuerer Kirchenmusik. Zudem taucht er mit Gospelgesängen und Spirituals tief in die afro-amerikanische Klangwelt ein.
Für den Chor unter der Leitung von Ursula Dopp steht das Gemeinschaftsgefühl im Vordergrund, die Freude am Gesang. Aber, „Konzerte sind das Salz in der Suppe“, die Sängerinnen und Sänger brennen darauf, mit ihrem Gesang die Besucherinnen und Besucher des Chorfestivals zu erfreuen. „Singing Hardt“ ist in St. Nikolaus zuhause, wer Spaß am Singen in der Gemeinschaft hat, kann jederzeit mitmachen. Der Chor probt jeweils am 1. und 3. Mittwoch im Monat im Gemeindehaus an der Storchsbaumstraße.

Storytellers in der Franziskanerkirche
Etwas komplett anderes bieten die sieben Damen, die in der Franzikanerkirche St. Anna an der Lippestraße 5 auftreten. Die „Storytellers“ aus Marl unter der Leitung von Petra Behrens – auf den ersten Eindruck ein wirklich verrückter Haufen unterschiedlicher Frauen, von denen jede auf ihre eigene Art mit beiden Beinen fest im Leben steht. Und genau das zeigt das Vokal-Ensemble auch auf der Bühne, jede Menge Witz, Charme und perfekten Ensemblegesang.
Sie erzählen musikalisch von den verrücktesten Männergeschichten und wer zu Hause wirklich die Hosen anhat. Die Storytellers ziehen dabei Frauen und Männer gleichermaßen in ihren Bann, verzaubern, bringen zum Lachen und zum Nachdenken. In ihrem Programm zum Chorfestival nehmen sie zudem das Leben mit Kindern humorvoll unter die Lupe. Hier sprechen, nein, singen die sieben Frauen durchaus aus Erfahrung, alle sind selbst Mütter.




























