Man müsse etwas tun. Und sie tun es. Die PARTEI!

Im Mai wird Dorstens Parteienlandschaft mit der Gründung eines Ortsverbandes der Partei „Die PARTEI“ um einen weiteren lokalpolitischen Akteur reicher.

Die Partei Dorsten
Magda Bereska, Simon Rodriquez, Boris Benkhoff (r.) und Ingo Lilienthal (unten) sind die „Partei“ Dorsten

Der Name „Die PARTEI“, ein Akronym für „Die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative – Die PARTEI,  verrät einiges über Inhalte und die politische Haltung der Gründungsmitglieder Boris Benkhoff (Bootsbauer und angehender Sozialpädagoge) Simon Rodriguez Garcia (Lehrer an einer Gesamtschule), Ingo Lilienthal (Informatiker) und Magdalena Bereska.

Dorstener Kinder

Fakt ist: Es sind alles Dorstener Kinder, die sich zum Ziel gesetzt haben, inkonsequente, kommunale politische Geschichten neu aufzurollen. Gegen Entrechtung und Diskriminierung von Minderheiten, jede Art von Separatismus und Nationalismus.

„Es gibt sehr viele Bereiche in unserer Stadt für die wir uns aktiv einsetzen und engagieren wollen“, sagt Simon Rodriguez Garcia. „Unangenehme Wahrheiten auszusprechen ist essentiell für die Veränderung bestehender Missstände, auch wenn diese oft satirisch und überspitzt dargestellt werden.

Rechtsdruck in der Gesellschaft

Magdalena Bereska als Menschenrecht-Aktivistin mit „Migrationsvordergrund“, Germanistin, Religionswissenschaftlerin und Philosophin, sieht den Kampf gegen den Rechtsdruck in der Gesellschaft als zentrales Thema, das jedem Demokraten am Herzen liegen müsste. 

Probleme bereiten den Vorstandsmitgliedern unter anderem, wie Simon Rodriguez Garcia erklärt, die immer größer werdenden rechten Tendenzen, regional wie überregional. Diese machen es nötig, den Kampf gegen Rechtsextremismus aufzunehmen und politisch in Dorsten aktiv zu werden.

Parteil der radikalen Mitte

Gesamtgesellschaftlich gebe es immer mehr Initiativen mit vielen radikalisierenden Tendenzen, wie die AfD, die Patrioten NRW oder andere rechtspopulistische Bündnisse, die wie Unkraut aus der Erde sprießen. „Wir als Partei der radikalen Mitte müssen auf jeden Fall dagegen halten. Mit unseren Aktionen möchten wir darauf aufmerksam machen und ein möglichst friedliches und vielfältiges Zusammenleben propagieren, um zu zeigen, dass das möglich ist“, so Rodriguez Garcia.

„Wir wollen im Gegensatz zu den etablierten Parteien auf jeden Fall für die Menschen in unserer Stadt da sein. Vor allem aber wollen wir nicht inkonsequente Geschichten durchziehen, wie die kleineren Spaßparteien, auch die AfD, die mittlerweile ebenfalls einen aktiven Stadtverband hat“.

Die Partei Dorsten

Mit Inhalten werben

Angesprochen sind hier unter anderem die sogenannten Alt-Parteien, die von sich behaupten, Realpolitik zu machen. „Ihre Politik bedient ausschließlich den satirischen Bereich. Wir denken, dass können wir auf jeden Fall auch, oder sogar besser“, so Rodriguez Garcia.

Dazu sagt Ingo Lilienthal: „Unser Grundgedanke ist einfach: Wenn Politiker Satire machen, müssen Satiriker Politik machen“. Große politische Ziele habe Lilienthal allerdings nicht. Seine Intension sich politisch in „Der Partei“ einzubringen sei, wie er erklärt, dass er einfach wieder mehr Leute zu den anstehenden Europa- und Kommunalwahl in Dorsten motivieren möchte, um sie demokratiefähig zu machen. Ein weiteres Ziel sei es von ihm, das Politiker nicht nur mit ihren Namen werben, sondern mit Inhalten.

Schüler des Gymnasium Petrinum

Mit Blick auf die Kommunalwahl ist Die PARTEI zuversichtlich einen eigenen Kandidaten ins Rennen schicken zu können. Ehemalige Schüler des Gymnasium Petrinum haben in Dorsten offenbar ganz gute Aussichten, und zufälligerweise haben alle vier dort ihr Abitur gemacht.

von: Petra Bosse

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