Tobias Stockhoff beantwortet Fragen zum Stand der Überlegungen
Dorsten (pd). Die Diskussion um die mögliche Verstärkung des hauptamtlichen Kommunalen Ordnungsdienstes (KOD) um ehrenamtliche Unterstützung zeigt, dass die Idee offenbar teilweise missverstanden wird.
Darum hier Antworten von Bürgermeister Tobias Stockhoff auf Fragen zu diesen Überlegungen. Was erwarten die Bürger vom Ordnungsdienst?
Viele Regelverletzungen sind keine Kavaliersdelikte
„Viele Regelverletzungen – illegale Müllentsorgung, falsches Parken, Hundehaufen liegen lassen, Mülleimer aus der Halterung treten, Graffiti schmieren und und und – sind keine Kavaliersdelikte.

Foto: André Elschenbroich
Wer das tut, verursacht nicht nur erhebliche Kosten, sondern stört auch das Zusammenleben in unserer Stadt ganz empfindlich. Viele Bürgerinnen und Bürger ärgern sich massiv über vermüllte Ecken, über zugeparkte Gehwege und Ausfahrten.
Erwartungshaltung an die Stadtverwaltung
Diese Regelverletzungen richten sich nicht gegen „die Stadt“, sondern treffen ganz konkret andere Menschen. Von uns als Stadtverwaltung wird erwartet, dass wir solches Fehlverhalten ahnden und abstellen.
Das erfahren die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, wenn sie direkt aus der Bürgerschaft angesprochen werden. Das höre ich immer wieder in meinen „Vor-Ort“-Terminen und in den Stadtteilkonferenzen. Und das ist auch immer wieder Gegenstand der Berichterstattung in Medien.
KOD – Kommunaler Ordnungsdienst
Was kann der KOD in der Praxis leisten? Der Kommunale Ordnungsdienst, kurz KOD, hat eine Fülle von Aufgaben zu bewältigen.
Der öffentliche Kontroll- und Streifendienst ist nur ein Teil davon. Gerade diese Streifengänge aber werden von Bürgerinnen und Bürgern besonders gewünscht – denn schon Präsenz zu zeigen, hat erstaunliche Wirkung.
Vergehen gehen zurück
So meldete ein Bürger, dass nach einer einzigen KOD-Streife an einem Spielplatz die Zahl der Hundehaufen im Umfeld spürbar zurückgegangen ist. Es hat sich blitzschnell herumgesprochen, dass wir da ein Auge drauf haben.
Auch die erst vor wenigen Tagen thematisierte Verdreckung der Fußgängerzone mit Zigarettenkippen hat nach Kontrollgängen sichtbar nachgelassen.
Erhöhung der Präsenz
Bei der Überlegung, einen ehrenamtlichen KOD als Unterstützung des hauptamtlichen zu installieren, geht es also vor allem darum, die Präsenz zu erhöhen. Wie kann das in der Praxis aussehen?
Die Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen. Vorbild ist hier aber sicher die Stadt Karlsruhe, die seit Jahren sehr erfolgreich Ehren- und Hauptamtliche in Teams einsetzt.
Ehrenamtliche zur Unterstützung des KOD
Wir können uns gut vorstellen, dass Ehrenamtliche die hauptamtlichen KOD-Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter auf ihren Streifengängen begleiten, insbesondere abends und an Wochenenden.
Dort, wo immer zwei KOD-ler unterwegs sind, könnten die Hauptamtlichen deutlich entlastet werden, um andere Aufgaben zu übernehmen oder um den Präsenzdienst zu verstärken.
Neben gemeinsamen Streifengängen mit hauptamtlichen Kräften sind außerdem Einsätze zu besonderen Anlässen möglich, etwa bei Stadtfesten oder Großveranstaltungen.“




























