Mit dem Ehrenamtspreis würdigte die Ratsfraktion der CDU Dorsten beim Neujahrsempfang das Engagement des Sozialdienst Katholischer Frauen Dorsten (SKF). Die Auszeichnung ging an die Frauen, die sich seit vielen Jahren in Dorsten für Mütter und Familien in schwierigen Lebenssituationen einsetzen.
Überreicht wurde der Preis von Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff, der in seiner Laudatio die Bedeutung ehrenamtlicher Arbeit für das gesellschaftliche Leben hervorhob.
Dorsten lebt vom Ehrenamt
Stockhoff erinnerte daran, wie stark Dorsten vom Engagement seiner Bürger geprägt ist. In zahlreichen Vereinen, Initiativen und Projekten engagieren sich Menschen freiwillig für andere.
Allein im Sportbereich seien rund 20.000 Menschen in Vereinen organisiert, viele davon ehrenamtlich. Darüber hinaus gebe es zahlreiche Initiativen in den Bereichen Kultur, Bildung, Kinder- und Jugendarbeit, Seniorenarbeit sowie im sozialen Bereich.
Auch Feuerwehr, Katastrophenschutz, Musik- und Kunstvereine sowie viele Nachbarschaftsinitiativen würden vom freiwilligen Einsatz der Menschen leben. „Unsere Stadt lebt vom Engagement ihrer Bürgerinnen und Bürger“, sagte Stockhoff.

Hilfe für Mütter und Familien in Not
Die Wahl für den Ehrenamtspreis fiel in diesem Jahr auf den Sozialdienst Katholischer Frauen. Die Organisation unterstützt Mütter und Familien, die sich in schwierigen Lebenssituationen befinden.
Der Verein SKF ist Teil des Deutschen Caritasverbandes und bietet Beratung sowie praktische Hilfe an. Dazu gehört unter anderem Unterstützung beim Umgang mit Behörden oder beim Ausfüllen von Anträgen. Darüber hinaus hilft der Verein Familien mit Babyausstattung, Kleidung, Kinderwagen oder Babywäsche. Viele dieser Dinge stammen aus der angeschlossenen Kleiderkammer.
„Wir bieten individuelle Beratung und Betreuung von Müttern und Familien aller Glaubensrichtungen in Not“, heißt es in der Beschreibung des Vereins. Die 1. Vorsitzende Hildegard Hemmer bedankte sich bei der Preisverleihung für die Anerkennung der Arbeit des Vereins.
„Wir helfen Müttern und Familien in Not – unabhängig von Herkunft oder Konfession“, sagte Hemmer. „Oft sind es ganz praktische Dinge wie Kinderwagen, Babywäsche oder Kleidung, mit denen wir schnell helfen können.“
Hilfe dort, wo Regeln an Grenzen stoßen
In seiner Laudatio machte Stockhoff deutlich, dass ehrenamtliches Engagement gerade dort wichtig sei, wo staatliche Systeme an ihre Grenzen stoßen. „Es gibt Situationen, für die es keine automatischen gesetzlichen Regelungen gibt“, sagte er.
Gerade dann sei die Hilfe engagierter Menschen unverzichtbar. Die Ehrenamtlichen des SKF würden häufig schnell und unbürokratisch helfen, wenn Familien Unterstützung benötigen. Manchmal geschehe das sogar sehr kurzfristig. „Es gibt Fälle, in denen auch spät am Abend oder nachts geholfen werden muss“, erklärte der Bürgermeister.
Deutschland verfüge zwar über einen gut organisierten Sozialstaat. Dennoch gebe es immer wieder Situationen, die sich nicht vollständig durch Gesetze oder Verwaltung lösen ließen. „Genau hier setzt bürgerschaftliches und ehrenamtliches Engagement an.“
Dank für außergewöhnliches Engagement
Der Bürgermeister dankte den Vertreterinnen des Sozialdienstes Katholischer Frauen für ihren Einsatz. „Es ist großartig, was Sie dort leisten“, sagte Stockhoff.
Mit dem Ehrenamtspreis wolle die CDU-Ratsfraktion dieses Engagement sichtbar machen und zugleich stellvertretend für viele andere Ehrenamtliche in Dorsten würdigen.




























