Emmelkamp verbindet – nicht nur auf dem Papier, sondern jetzt auch auf Stoff. Bei der Fahnenweihe der Altschermbecker Kiliangilde zeigte Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff Flagge – im wahrsten Sinne des Wortes. Zwischen Schützenmarsch und Schmunzeln machte er deutlich, dass Heimatgefühl keine Gemeindegrenzen kennt – schon gar nicht zwischen Schermbeck und Dorsten.
Als sich die Schützen der Altschermbecker Kiliangilde am Sonntag zur großen Parade am Ehrenmal am Kreisverkehr aufstellten, war auch Dorstens Bürgermeister Tobias Stockhoff vor Ort, nicht als stiller Beobachter, sondern als engagierter Gast. „Ich bin gern gekommen, denn es ist mir eine Ehre, bei der heutigen Fahnenweihe dabei sein zu dürfen“, sagte er.

Warum sich ein Dorstener Bürgermeister für eine Schermbecker Fahne interessiert? Für Stockhoff ist die Antwort klar: „Diese Fahne ist ein Symbol für euren Schützenverein, für eure Schützengilde, und sie steht für Schermbeck. Sie steht für Gemeinschaft, Heimat und Zusammenhalt.“
Emmelkamp – einst Schermbeck, heute Dorsten
In seiner Ansprache blickte Stockhoff auch auf die kommunale Neuordnung vor 50 Jahren zurück. „Der Emmelkamp gehörte damals noch zu Schermbeck. Für die Schermbecker war das ein großer Verlust, aber für uns Dorstener ein großer Gewinn.“

Auch persönlich hatte der Bürgermeister zur neuen Fahne beigetragen: „Als ihr mich gefragt habt, ob ich für die Fahne spenden möchte, habe ich das sehr gerne getan. Denn sie ist auch ein Symbol für die Freude am gemeinsamen Feiern.“

Mike Rexforth kontert mit Schmunzeln
Schermbecks Bürgermeister Mike Rexforth nutzte die Gelegenheit für eine humorvolle Replik. „Wir haben gerade an der Theke mit mehreren Leuten versucht, Emmelkamp wieder zurück nach Schermbeck zu holen. Das ist im ersten Anlauf nicht gelungen.“ Hinter dem Wunsch steckt auch eine familiäre Verbindung: „Das Elternhaus meines Vaters steht in Rüste“, so Rexforth.
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