Am Sonntag, den 20. Oktober 2024, wurde im Tisa-Archiv in Dorsten die Ausstellung „Überleben im Zelt 36.67061°N, 43.34247°E“ von Alexander Fichtner eröffnet. Die Fotografien des Künstlers dokumentieren das Leben der Jeziden im irakischen Flüchtlingslager Sheikhan, die nach dem Völkermord durch den IS seit 2014 in Zelten leben.
Fichtner zeigt nicht nur die schwierigen Lebensumstände, sondern richtet durch eindrucksvolle Porträts den Blick auf die persönlichen Schicksale der Überlebenden. „Mir ist es wichtig, Gesichter zu der Ausstellung zu zeigen“, betont Alexander Fichtner in seiner Eröffnungsrede. Zudem hebt Lambert Lütkenhorst hervor, dass es in dieser Ausstellung nicht um das Leben im Zelt, sondern um das Überleben geht, und unterstreicht, wie wichtig es ist, dass wir uns an diese Schicksale erinnern. ,,Erinnern schafft Zukunft“, so Lambert Lütkenhorst. Die Bilder sind ein starker Appell gegen Gewalt und Ausgrenzung.

Ein außergewöhnliches Detail: Fichtner ließ seine Werke auf Autoplanen drucken, inspiriert von den Zelten im Flüchtlingslager. Dadurch wurde es möglich, einen Teil der Ausstellung erstmals im Außenbereich des Tisa Archivs zu zeigen.

Die Ausstellung läuft bis zum 31. Dezember 2024. Am 17. November 2024 findet zudem ein Künstlergespräch mit Alexander Fichtner und Stephan Paul Schneider statt. Anmeldungen sind per E-Mail an [email protected] möglich.




























