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Es geht voran bei Levi’s in Wulfen

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Auf der Baustelle in Wulfen von Levi’s sieht man einen deutlichen Fortschritt. Im Moment werden die Trägerelemente für die Halle gesetzt.

Von der Straße aus sieht man das Levi’s auf dem ehmaligen Zechengelände voran kommt. Foto: Alexander Fichtner

Bereits von der Straße aus kann man den Baufortschritt gut erkennen. Mittlerweile kann man erahnen, welche Größe die Halle von Levi’s haben wird. Die mächtigen Stelen, die das Grungerüst der Halle bilden werden lassen bereits die Höhe des künftigen Bauwerkes erkennen. Im östlichen Teil sind bereits die ersten Wandelemente eingesetzt worden.

Dorstener Geschichte in der Dimker Heide

Vor Levi’s gab es andere Bauherren auf dem Gelände. Bereits 1938 wollte der „Mülheimer Bergwerks-Verein“ auf dem Gelände eine Zeche errichten. Dabei scheiterte der Verein aber an unklaren Besitzverhältnisse für das Grundstück. Die „Steinkohlenbergwerk Mathias Stinnes AG“ begann dann im Jahr 1956 mit den ersten Arbeiten für Schacht 1. 1958 wurde dann damit angefangen, Schacht 2 in der Dimker Heide abzuteufen. Die beiden Schächte erreichten dann 1963 ihre Endtiefe. Zunächst wurden provisorische Fördertürme errichtet. Die Förderung stieg bis 1968 auf 900.000 t Kohle jährlich in Wulfen. Geplant war allerdings, die Zeche zur größte Schachtanlage Deutschlands auszubauen.

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Die RAG peilte urspünglich eine Tagesförderung von 12.000 t Steinkohle an. Im Jahr 1970 wurde ein Verbund zwischen Wulfen und der Zeche Fürst Leopold in Dorsten beschlossen. Doch bereits Mitte der 70er drohte eine erste Stilllegung des Förderbetriebes.

1998 wurde das Baufeld Wulfen dann nach und nach aufgegeben. Die Schächte wurden schließlich im November und Dezember des Jahres 2000 verfüllt.

Einige Jahre später.

4500 Quadratmeter Bürofläche sollen hier entstehen. Grafik: Quadrant 4

22 Jahre später tut sich endlich wieder etwas auf dem Gelände der Zeche Wulfen. Das Modelabel Levi’s baut hier ein Logistikzentrum. Das Unternehmen will ganz Europa von hier aus mit einem breitem Angebot versorgen. Baugebinn war im März 2022 und im April 2024 soll der Betrieb aufgenommen werden. Das Modelabel Levi’s will etwa 650 Jobs für die Region schaffen.

Das Design des Distributionszentrums setzt auf Nachhaltigkeit. So sollen Wiederverwertung, Ressourcenschonung und Abfallreduktion besonders berücksichtig werden. Ziel ist ein positiver ökologischer Fußabdruck des Projektes.

„Das innovative Distributionszentrum von Levis in Dorsten wird nach den Prinzipien von Recycling, Ressourcenschonung und Zero Waste gebaut und betrieben. Unser Ziel ist es, den ökologischen Fußabdruck so positiv wie möglich zu gestalten.“, so Torsten Müller von Levi Strauss.

Die gigantische Halle umfasst siebeneinhalb Hektar. Grafik: Quadrant 4

Aus diesem Grund werde das Distributionszentrum nicht nur aus nachhaltig gewonnenem Beton gebaut. Zudem verfüge es unter anderem auch über ein geothermisches Heiz- und Kühlsystem und begrünte Wände und Dächer. Solarpaneele, Abstellmöglichkeiten für Fahrräder und Ladestationen für Elektrofahrzeuge sind geplant. Ebenso soll ein Park auf dem Gelände entstehen. Fortschrittliche Recyclinganlagen runden das Konzept ab.

Zuletzt lag seit Jahren das Gelände der ehmaligen Zeche Wulfen brach. Jetzt erwacht das Gelände langsam wieder in eine neue Zukunft. Es ist das größte Bauprojekt seit Jahrzenten in Wulfen. Levi’s errichtet mit dem Logistikzentrum ein zentrales Drehkreuz zum Wachstum des Unternehmens in der Zukunft.

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