Wie können wir die Sicherung von Erinnerungsorten und die Pflege der Gedenkkultur gewährleisten? Diese Frage beschäftigt Friedhelm Fragemann, Fraktionsvorsitzender der SPD, der auf die schwindende Bedeutung einiger Schulen und die drohende Gefahr des Verlusts von Erinnerungsorten hinweist. Fragemann setzt sich für eine Bürgerbeteiligung ein und hat konkrete Vorschläge.
In den letzten Jahren sind immer mehr Schulen in Dorsten geschlossen worden. Darunter auch solche, die nach bedeutenden Widerstandskämpfern benannt wurden. Mit dem Verschwinden dieser Schulen droht auch der Verlust der damit verbundenen Erinnerungsorte. Wie können wir sicherstellen, dass die Gedenkkultur in Dorsten gewahrt bleiben?
Sicherung von Erinnerungsorten
Friedhelm Fragemann setzt sich dafür ein, die Sicherung von Erinnerungsorten und die Pflege der Gedenkkultur zu hinterfragen. In den letzten 15 Jahren wurde der Schulbetrieb in mehreren Schulen eingestellt, darunter die Erich-Klausener-Realschule, die Dietrich-Bonhoeffer-Gemeinschaftshauptschule und die Geschwister-Scholl-Bekenntnishauptschule, die nach Widerstandskämpfern benannt sind. Fragemann warnt davor, dass mit der Schließung dieser Schulen auch die Erinnerungsorte verloren gehen könnten. Er schlägt vor, geeignete Wege zu finden, wie beispielsweise Straßenbenennungen, Gedenktafeln oder Hinweisschilder an passenden Orten.

Skulpturenpark
Darüber hinaus gibt es auch Gedenksäulen und Objekte, deren dauerhaftes Verbleib geklärt werden muss, wie die „Tisa-Stele“ an der Geschwister-Scholl-Schule an der Marler Straße, die bereits einmal umgesetzt wurde. Möglicherweise könnte auch die Errichtung eines „Skulpturenparks“ oder das Aufstellen von Plastiken im Bürgerpark als langfristige Lösung in Betracht gezogen werden.
Pflege der Gedenkkultur
Fragemann betont, dass die Pflege der Gedenkkultur eine wichtige Aufgabe ist, die auch im Rahmen der Demokratieförderung von großer Bedeutung ist, da geschichtspolitisch motivierte Manipulationen von radikalen Kräften vermieden werden sollten.
In Bezug auf die vor sechs Jahren geschlossene Gerhart-Hauptmann-Realschule sollte überlegt werden, wie an den bedeutenden Schriftsteller erinnert werden kann, der Namensgeber der ehemaligen städtischen Realschule für Jungen war. Möglicherweise gibt es auch einen Bronzekopf dieses Dramatikers, der früher im Eingangsbereich des Schulgebäudes stand.
Fragemann plädiert dafür, dass eine Bürgerbeteiligung in jedem Herbst stattfinden sollte, zum Beispiel durch Stadtteilkonferenzen oder andere organisierte Formate.




























