StartAuto und VerkehrGefahr Toter Winkel: Auf einmal ist die ganze Klasse unsichtbar

Gefahr Toter Winkel: Auf einmal ist die ganze Klasse unsichtbar

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Wie groß der Tote Winkel ist, erkennt man von oben: Die Klasse 4b ist vom Fahrersitz aus nicht mehr zu sehen. Foto: Schürmann

Wenn Kinder im Straßenverkehr unterwegs sind, gibt es schon mit normalen Autos gefährliche Situationen. Noch kritischer ist es, wenn Kinder auf Großfahrzeuge wie Laster oder Busse treffen. Dabei spielt vor allem der Tote Winkel eine Rolle. Um diese Gefahr verständlicher zu machen, gab es nun ein Gemeinschaftsprojekt der Fahrschule NRWeSt, der Waschstraße Sender und der Bonifatiusschule.

Unter dem Motto „Achtung: Toter Winkel“ wollten die Veranstalter Aufmerksamkeit für eine Gefahr schaffen, die den meisten Kindern gar nicht bewusst ist. Denn im sogenannten „Toten Winkel“, also dem für einen Fahrer nicht einsehbaren Bereich um das Fahrzeug, kann es ziemlich lebendig zugehen. „Wir zeigen den Kindern, dass im Toten Winkel nicht nur Autos und Laster verschwinden können, sondern auch ganze Schulklassen“, erklärt Fahrlehrer Sebastian Schürmann vom Fahrschulzentrum NRWeSt aus Dorsten.

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Achtung Toter Winkel
Sebastian Schürmann (Fahrschulzentrum NRWeSt), Steffi Medved (Bonifatiusschule) und Jochen Sender (Die Waschstraße). Foto: Borgwardt

Den Toten Winkel selbst erleben

Um dieses Problem erlebbar zu machen, konnten sich die Kinder einmal auf den Fahrersitz eines Lastwagens und eines Linienbusses setzen. Die Fahrzeuge stellten dabei das Fahrschulzentrum und die Firma XPO. Den nötigen Platz fand man zudem bei der Waschstraße Sender an der Lünsingkuhle. „Wir haben uns über die Möglichkeit gefreut, an diesem Projekt teilzunehmen“, sagte Inhaber Jochen Sender. „Hier auf unserem Gelände können die Kinder sich sicher mit den Dimensionen der Fahrzeuge vertraut machen“, erklärt er. Aus der Nähe werde den Schülerinnen und Schülern erst richtig klar, wie groß diese Autos eigentlich sind. Vom Fahrersitz aus können die Kinder zudem den Toten Winkel selbst erkennen. „Gerade in der dunklen Jahreszeit ist es so wichtig, dass die Verkehrsteilnehmer aufeinander aufpassen“, ergänzt Sender.

Aufregender Vormittag für die 4b

Für die Kinder der Klasse 4b der Bonifatiusschule war es ein aufregender Vormittag. „Wir freuen uns sehr, dass wir das erleben können. So eine Gelegenheit gibt es nicht jeden Tag“, berichtet ihre Klassenlehrerin Steffi Medved. Vor der Begegnung mit den großen Fahrzeugen hatte man bereits im Unterricht über den Toten Winkel gesprochen, und dass insbesondere Kinder für die Bus- und Lkw-Fahrer schnell unsichtbar werden können.

Achtung Toter Winkel
Alle diese Kinder sind vom Fahrersitz aus nicht zu sehen. Foto: Borgwardt

Um den nicht einsehbaren Bereich zu verdeutlichen, machten die Erwachsenen mit den Schulkindern ein besonders eindrückliches Experiment. Mit Flatterband spannten sie an Bus und Laster den Bereich ab, der vom Fahrersitz nicht einzusehen ist. Ohne Mühe konnte sich die ganze 4b in diesen Kegel stellen, ohne drängeln zu müssen. Nach und nach stiegen die Kinder dann selbst hinter das Lenkrad. Und siehe da: Wie sehr sie auch durch das Fenster, über die Schulter oder in die Spiegel schauten, ihre Klassenkameraden waren nicht zu sehen. „Der Tote Winkel ist ganz schön gefährlich“, so das Fazit der Kinder.

Angebot auch für andere Dorstener Schulen

Die Waschstraße Sender und das Fahrschulzentrum NRWeSt freuen sich, dass ihre Aktion so gut angekommen ist. „Wir bieten natürlich auch anderen Schulen nach Terminabsprache gerne die Möglichkeit einer solchen Veranstaltung an“, versicherte Sebastian Schürmann. Mehr Informationen erhält man bei der Fahrschule unter 49 2362 27943.

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