Schmunzelnd ins Wochenende mit Anke Klapsing-Reich
Der Alltag ist schon ernst genug. Deswegen serviert die Dorstenerin Anke Klapsing-Reich zum Wochenende eine Portion Heiterkeit. Vergnügliche Episoden aus dem Berufs- und Familienleben. Denn mit einem Lächeln geht gleich alles leichter.
Monsterköpfe
Heute habe ich mit Halloween nichts mehr am Kürbis. Doch als mein Sohn noch klein war, wurden die dicken Früchte natürlich zu schauerlichen Halloween-Fratzen verarbeitet. Ich erinnere mich noch gut daran, als mir Sohnemann ein kiloschweres Mammutgewächs in die Küche rollte, das er sogleich mit messerscharfem Gerät in einen Monsterschädel zu verwandeln trachtete.
Grusel-Konstruktion
Nachdem ich durch einen ungeschickten Schnitt dem abgetrennten Kürbisskalp einen Scheitel verpasst hatte, der die Statik der Grusel-Konstruktion gefährlich ins Wanken brachte, wurde ich von weiteren kreativen Schnitzarbeiten befreit und durfte mich ausschließlich dem Herauslösen des Fruchtfleisches widmen.
Eifrig wuchtete ich die Kürbisberge in einen Topf vom Durchmesser des Königssees, um meine Familie mit feiner Kürbissuppe zu verwöhnen. Am ersten Abend aßen alle noch heißhungrig mit. Schon am zweiten saß ich alleine vor dem zu einem Drittel geleerten Topf. Am dritten Tag wollte auch mir das Süppchen nicht mehr so recht schmecken, und so opferte ich grimmerfüllt am vierten Tag den feuchten Rest den Göttern aller Kürbisgewächse.
Hätte ich da noch ein Teelicht verschluckt – jede Wette – die Schnitz-Kürbisfratze wäre vor Grauen davongelaufen.




























