Was gibt es Schöneres in der Adventszeit, als sich bei Kerzenschein oder Kaminfeuer mit einem heißen Tee oder Kakao in der Hand in eine warme Decke zu kuscheln? Rituale bieten der Adventszeit einen schönen Rahmen, um sich auf diese Zeit zu freuen und sie auch genießen zu können. Bei mir gehören daher „Drei Haselnüsse für Aschenbrödel“ genauso zur Adventszeit wie „Dinner for One“ zu Silvester!
Auch das Backen gehört zu diesen Ritualen. Weihnachtsplätzchen sind das absolute Muss und wecken Kindheitserinnerungen an die Zeit mit Oma. Sie kannte die besten Rezepte und hatte immer alle Zutaten für leckere Kekse im Haus. Haben Sie auch gerade jetzt wieder den Geruch von damals in der Nase, als unsere verbrannten Plätzchen aus dem Backofen kamen, weil wir sie zu dünn ausgerollt hatten? War das nicht herrlich, als wir den Teig kneten und unsere Finger danach sauberlecken konnten? Und auch als beim Verzieren mehr Schokolade und Streusel auf dem Küchenboden landeten als auf den Plätzchen, blieb Oma gelassen. Das war doch eine schöne Zeit, oder?
Lächeln Sie gerade? Allein die Erinnerungen daran bereiten Freude auf die kommende Vorweihnachtszeit. Sie machen Lust darauf, sie mit alten oder auch mit neuen Ritualen zu füllen.
Bücher, Kuchen und Plätzchen zum Advent
Wird bei Ihnen jedes Jahr in der Adventszeit auch ein altes Buch mit wunderschönen Adventsgeschichten hervorgeholt? Es ist ein Schatz, der zur schönsten Jahreszeit gehört und daher auch nicht weggeworfen wird, auch wenn mittlerweile die eine oder andere Seite etwas mitgenommen aussieht.
Oder haben Sie ein Geschirr, das nur im Winter auf den Tisch kommt, ein bestimmtes Kuchenrezept für das Kaffeetrinken am ersten Advent, wie beispielsweise das Früchtebrot, Bratapfelmarmelade für das morgendliche Brötchen oder ein selbstgemachter Eierlikör für den gemütlichen Abend mit der besten Freundin? Etwas, das nur für diese spezielle Zeit im Jahr gedacht ist.
Advent am Spieletisch
Spielten Sie damals auch mit allen Familienmitgliedern die Klassiker der Gesellschaftsspiele oder alternativ Karten, obwohl jeder wusste, dass es dabei oder auch danach immer wieder Diskussionen um die Regeln und hin und wieder auch ein paar Tränchen geben würde? Sie erinnern sich wieder daran und können nun darüber lachen? Auch dafür sind Bräuche da. Sie tragen dazu bei, die jeweilige Zeit als etwas Besonderes zu erkennen, und verstärken die (vor-)weihnachtlichen Momente.
Rituale im Wandel der Zeit
Rituale bleiben, werden neu übernommen, verändern sich aber auch. Wurde früher die gute Stube mit dem geschmückten Weihnachtsbaum erst am Heiligen Abend betreten, so wird der Baum heute vielfach mit in die Vorweihnachtszeit einbezogen. Jeden Tag wird er etwas mehr geschmückt, bis er am Heiligen Abend dann in seiner ganzen Pracht strahlt und endlich die Kerzen angezündet werden.
Vielleicht möchten Sie dieses Jahr alte, vergessene Familientraditionen wieder einführen oder auch einmal etwas ganz Neues ausprobieren. Mit Ritualen schaffen Sie Erinnerungen, an die Ihre Kinder und Enkelkinder noch gerne zurückdenken werden. Vielleicht führt die junge Generation sie sogar fort mit den Worten: „Weißt du noch damals?“




























