StartBauen und SanierenBürger diskutieren mögliche Zwischennutzung am Wulfener Markt

Bürger diskutieren mögliche Zwischennutzung am Wulfener Markt

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Foto: Alexander Fichtner

Rund 80 Wulfener folgten am Donnerstagabend der Einladung der Stadt Dorsten ins Gemeinschaftshaus und machten deutlich, worum es ihnen geht. Nicht nur reden, sondern gestalten. Die Zwischennutzung der Abrissfläche am Wulfener Markt wurde als Gemeinschaftsaufgabe verhandelt, getragen von Menschen, die bereit sind, Zeit, Arbeit und Herzblut einzubringen.

Holger Lohse, Technischer Beigeordneter und Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Wulfen. Foto: Alexander Fichtner

Holger Lohse, Technischer Beigeordneter und Geschäftsführer der Entwicklungsgesellschaft Wulfen, ordnete Historie und Planungen ein. Dagmar Stobbe zeigte den aktuellen Zustand der Fläche und die Hürden. Besonders problematisch für die zukünftige Nutzung scheint der hohe Grundwasserspiegel zu sein. Doch der Abend wandelte sich schnell von der Bestandsaufnahme in die Praxisfrage. Was können Bürger selbst anstoßen, auch ohne großes Budget.

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Viele Bürger besuchten das Gemeinschaftshaus. Foto: Alexander Fichtner

Offenes Gespräch als Schwerpunkt zur Zwischennutzung

Die Fläche vor dem Toom Gebäude. Foto: Alexander Fichtner

Der größte Teil des Abends war das offene Gespräch mit Ideenfindung, das bis etwa 20 Uhr lief. Hier entstand die eigentliche Dynamik. Vorschläge wurden nicht abstrakt gesammelt, sondern mit konkreten Personen verknüpft. Am Ende stand eine Liste von Bürgern, die etwas bewegen möchten und sich für einzelne Ideen bereits zuständig fühlten.

Ideen mit Bereitschaft zur Umsetzung

Foto: Alexander Fichtner

Aus der Bürgerschaft kamen unter anderem Vorschläge für Reinigungsaktionen, Wildblumenwiese, selbst gebaute Bänke, Grabeland Parzellen, einen Mouintainbike Strecke in Kooperation mit einem Verein sowie praktische Verbesserungen wie Beleuchtung und neue Wegebeziehungen. Entscheidend war dabei weniger die einzelne Idee als die Haltung dahinter: Viele wollten nicht auf ein Planungsbüro warten, sondern im Rahmen der Regeln sofort anfangen.

Der geplante Weg ist auf dem Foto bereits eingezeichnet. Foto: Alexander Fichtner

Engagement braucht Verlässlichkeit

Neben Aufbruchstimmung blieb auch eine Menge Skepsis. Wenn die Stadt Zwischennutzung wünscht, aber Verantwortung und Haftung möglichst ausklammert, tragen die Bürger am Ende das Risiko. Genau deshalb forderten Teilnehmende klare Regeln, damit Engagement nicht zur Enttäuschung wird. Ende Januar 2026 sollen die Interessierten erneut zusammenkommen, um das weitere Vorgehen zu konkretisieren.

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