Die Schüler der 6.1 Klasse der Gesamtschule Wulfen haben gemeinsam mit ihren Lehrern eine Aktion zur Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus in Wulfen durchgeführt. Im Rahmen des jährlich an der Schule stattfindenden Anne-Frank-Tags beschäftigten sie sich mit der Geschichte der Familie Frank.
Dazu lernten die Schüler die Familie Lebenstein aus Wulfen kennen. Diese hatte wie die Familie Frank zunächst all ihre Hoffnung in eine Auswanderung in die Niederlande gesetzt. Der Unterricht in besonderer Form begann mit einem Spaziergang durch Wulfen. Dabei hörten die Schüler einen Audiobeitrag über die Familie Lebenstein. Sie erfuhren so bewegende Details über das Leben der Familie unter der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft.
Stolpersteine an der Matthäuskirche
Die Stolpersteine an der Matthäuskirche, die das Ziel des Spaziergangs waren, wurden anschließend von den Schülern gesäubert. „Es ist wichtig, dass wir die Erinnerung an die Opfer des Nationalsozialismus wachhalten und uns ihrer Schicksale bewusstwerden“, erklärte die Geschichtslehrerin Lena Paetsch. Und weiter: „Durch das Reinigen der Stolpersteine und das Auseinandersetzen mit der Geschichte der Familie Lebenstein ehren wir die Ermordeten und setzen ein Zeichen der Mahnung und des Gedenkens.“
Berührende Geschichte des kleinen Peter Münzer
Die Schüler waren besonders vom Schicksal des Säuglings Peter Münzer berührt. Dieser wurde mit nur 10 Monaten im Konzentrationslager Auschwitz ermordet. „Heute haben wir verstanden, dass die Vergangenheit auch was mit uns und unserem Zuhause zu tun hat“, fassten die Schüler auf dem Rückweg zur Schule zusammen. Die Gesamtschule Wulfen setzt sich seit vielen Jahren für die Erinnerungsarbeit ein. Sie unterstützt ihre Schüler dabei, historische Verantwortung zu übernehmen und Empathie für die Opfer von Gewalt und Unterdrückung zu entwickeln.




























