Dorsten (pd). Die SPD-Fraktion möchte, dass die Verwaltung die ersten Frauen im Dorstener Rat und in kommunalen Gremien bei zukünftigen Straßenbennungen berücksicht.
Mit dem Antrag weist die SPD-Fraktion darauf hin, dass die Verwaltung der Stadt Dorsten anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Einführung des Frauenwahlrechtes in Deutschland, Vorbereitungen dafür zu treffen, die ersten Frauen im Dorstener Rat bzw. in kommunalen Gremien auf dem Gebiet der heutigen Stadt Dorsten zu würdigen. Ihre Namen sollen bei zukünftigen Straßenbenennungen Berücksichtigung finden.
Begründung:
Die Wahlen vom 02. März 1919 haben in Dorsten bzw. Hervest zu folgenden Ergebnissen geführt: Bei den Stadtverordnetenwahlen sind für die Zentrumspartei Frau Gertrud Blome und Frau Hedwig Geißler gewählt worden. Bei der Gemeinderatswahl in Hervest wurde Frau Emilie du Moulin (SPD) gewählt.

Dies sei ein großer Schritt in Richtung Gleichberechtigung, an den mit einer entsprechenden Namensgebung für Gemeindestraßen erinnert werden sollte. Dafür kämen in erster Linie künftige Neubaugebiete in Betracht, heißt es von Seiten der SPD.
Mit Blick auf die tendenziöse Berichterstattung der Dorstener Volkszeitung ist noch anzumerken, dass zwar Frauen aus dem bürgerlichen Lager als politische Akteurinnen quasi hingenommen wurden, dass man aber ein gewisses Bedauern darüber empfand, dass es nicht gelungen sei, die Sozialdemokratie noch stärker auszugrenzen.




























