Ein großer Flächenbrand hat die Feuerwehr Dorsten am Mittwochnachmittag (15. Juli) im Ortsteil Wulfen beschäftigt. Das Feuer war im Bereich der Frankenstraße in Richtung Marl ausgebrochen. Die Leitstelle alarmierte die Einsatzkräfte um 14.52 Uhr mit dem Stichwort „Flächenbrand groß“.
Bereits die ersten anrückenden Kräfte stellten eine starke Rauchentwicklung fest. Auf einem Feld hatten sich die Flammen durch den Wind rasch ausgebreitet. Das Feuer griff teilweise auf einen angrenzenden Waldstreifen mit Unterholz über. Auch ein Baum wurde von den Flammen erfasst.

Wind erschwert die Löscharbeiten
Der Wind begünstigte die Ausbreitung des Feuers und erschwerte den Einsatzkräften die Brandbekämpfung. Zum Zeitpunkt eines Pressestatements der Feuerwehr war der Brand unter Kontrolle. Anschließend liefen noch umfangreiche Nachlöscharbeiten. Dabei suchten die Einsatzkräfte die abgebrannten Flächen und den angrenzenden Waldstreifen nach verbliebenen Glutnestern ab.

Die sehr trockene Vegetation erhöhte die Gefahr, dass sich das Feuer über Getreide, Gras und Unterholz weiter ausbreitet. Erst am Dienstag hatte ein Waldbrand am Emmelkämper Weg in Dorsten-Holsterhausen die Feuerwehr über mehrere Stunden beschäftigt. Auch dort mussten die Feuerwehrleute nach dem Löschen der offenen Flammen zahlreiche Glutnester im trockenen Waldboden aufgespüren.
Löschwasser mit Tankfahrzeugen transportiert
Eine der größten Herausforderungen in Wulfen war die Versorgung mit Löschwasser. Da nicht in allen Bereichen ausreichend Hydranten zur Verfügung standen, musste ein Teil des Wassers mit Tanklöschfahrzeugen herangeschafft werden. Die Fahrzeuge pendelten dazu zwischen einer Wasserentnahmestelle und dem Einsatzort.
Insgesamt waren neben der hauptamtlichen Wache drei Löschzüge der Freiwilligen Feuerwehr im Einsatz. Rund 50 Kräfte beteiligten sich an den Löscharbeiten.

Hohe Belastung durch Hitze und Rauch
Die Hitze, die starke Rauchentwicklung und die körperlich anstrengenden Löscharbeiten auf dem Feld stellten eine hohe Belastung für die Feuerwehr dar. Nach Angaben der Einsatzleitung trugen die Kräfte teilweise besondere, leichtere Schutzkleidung, die für Vegetationsbrände geeignet ist.

Zum Schutz vor dem Rauch kamen je nach Einsatzbereich Filtermasken oder umluftunabhängige Atemschutzgeräte zum Einsatz. Zudem musste darauf geachtet werden, dass die Feuerwehrleute während des Einsatzes ausreichend Flüssigkeit zu sich nahmen.
Marler Damm zeitweise vollständig gesperrt
Wegen der starken Rauchentwicklung wurde der Marler Damm während des Einsatzes vorübergehend vollständig gesperrt. Nach Einschätzung der Feuerwehr sollte die Sperrung im weiteren Verlauf wieder aufgehoben werden.
Zur Ursache des Feuers lagen zunächst keine Informationen vor. Meldungen über verletzte Personen gab es nicht.




























