Am vergangenen Samstag fand bei bestem Wetter eine spannende Radtour durch Alt-Wulfen statt. Unter der Leitung des orts- und geschichtskundigen Christian Gruber machte sich eine Gruppe von Geschichtsinteressierten mit ihren Fahrrädern auf den Weg, um die historische Architektur und die Denkmäler des Ortes zu erkunden.
Pünktlich um 14 Uhr begann die Veranstaltung mit einer herzlichen Begrüßung, die den Teilnehmern einen Überblick über den Denkmalschutz gab. Sie erläuterte die Bedeutung des Schutzes historischer Bauten und Denkmäler für die Erhaltung des kulturellen Erbes von Alt-Wulfen.
Darauf folgte eine kurze Einführung über die Anfänge des Denkmalschutzes in den 1980er Jahren berichtete und interessante Einblicke in die damalige Arbeit.
Rundgang durch das alte Dorf
Nach der Einführung ging es zu Fuß durch das alte Dorf, wobei die Gruppe mehrere historische Stätten und Denkmäler besichtigte:
1. Taufstein von 1250 in der Kirche
Die Tour startete mit dem Besuch der Kirche, in der sich ein beeindruckender Taufstein aus dem Jahr 1250 befindet. Dieser Stein ist eines der ältesten erhaltenen Denkmäler in der Region und ein Zeugnis der mittelalterlichen Geschichte von Wulfen.
2. Bildstock „Pörtners Kreuz“
Als nächstes wurde der Bildstock „Pörtners Kreuz“ besichtigt, ein traditionelles Wegekreuz, das seit Jahrhunderten am Wegesrand steht und von der religiösen Vergangenheit des Ortes erzählt.
3. Haus von 1854
Ein weiteres Highlight des Rundgangs war ein Wohnhaus aus dem Jahr 1854, das durch seine gut erhaltene historische Bausubstanz beeindruckte. Dieses Gebäude spiegelt die Architektur des 19. Jahrhunderts wider und ist ein wichtiges Zeugnis für das ländliche Leben in dieser Zeit.
4. Fachwerkhäuser: geschützt und ungeschützt
Die Gruppe passierte mehrere Fachwerkhäuser, einige davon unter Denkmalschutz, andere nicht. Diese Bauten sind charakteristisch für das historische Wulfen und verdeutlichen die Vielfalt der Erhaltungsmaßnahmen in der Region.
Ein besonderer Moment des Rundgangs war der Blick auf den ehemaligen Standort des Amtshauses, das 1981 abgerissen wurde. Hier erinnerte Christian Gruber an die Geschichte des Gebäudes und seine Bedeutung für das Dorf.
Kirche: Kurze Baugeschichte
Abschließend gab es eine kurze Erläuterung zur Baugeschichte der Kirche, bei der die Teilnehmer interessante Fakten über den Außenbau und die architektonische Entwicklung des Gotteshauses erfuhren.
Radtour zu den weiteren Denkmälern
Nach dem Rundgang ging es mit den Fahrrädern weiter zu weiteren historischen Stätten in und um Alt-Wulfen. Die Radtour führte zu folgenden Orten:
5. Kriegerdenkmal
Erster Halt der Fahrradtour war das Kriegerdenkmal, das an die gefallenen Soldaten vergangener Kriege erinnert. Christian Gruber erläuterte die Entstehungsgeschichte des Denkmals und seine Bedeutung für die Dorfbevölkerung.
6. Bahnhof Wulfen
Ein weiteres Ziel war der alte Bahnhof von Wulfen, der als wichtiger Knotenpunkt für den Güter- und Personenverkehr eine bedeutende Rolle in der wirtschaftlichen Entwicklung der Region spielte.
7. Steinkreuz am ehemaligen Friedhof
Zum Abschluss führte die Tour zum Steinkreuz am ehemaligen Friedhof, das seit Jahrhunderten an dieser Stelle steht und ein stilles Zeugnis der Bestattungskultur in Wulfen darstellt.
Abschluss an der historischen Gnadenkirche und Sommerfest
Die Tour endete an der Gnadenkirche, wo die Teilnehmer bei Kaffee und Kuchen den Tag ausklingen ließen. Zufällig fand an diesem Tag das Sommerfest der Gnadenkirche statt, das zum historischen 70-jährigen Bestehen der Kirche gefeiert wurde. Dies bot eine schöne Gelegenheit, den Tag in geselliger Atmosphäre ausklingen zu lassen und gemeinsam auf die erfolgreiche Tour zurückzublicken.
Ausblick: Weitere Radtouren geplant
Dank des großen Erfolgs und des positiven Feedbacks sind auch für die Zukunft weitere Radtouren durch Dorsten-Wulfen geplant. Christian Gruber wird wieder spannende Einblicke in die Geschichte und historische Architektur des Ortes bieten und interessierte Teilnehmer auf eine Entdeckungsreise durch die Vergangenheit mitnehmen. So bleibt die Geschichte von Wulfen auch in den kommenden Jahren lebendig.




























