In der Siedlung Südwest auf der Hardt verstopft Gartenmüll einen verrohrten Bachlauf
Grünabfall wurde teilweise auch noch mit Bauschutt vermischt. Hochwassergefahr für Wohngebiet
Auf der Hardt am grünen Rand der Siedlung „Südwest“ (Kranich- / Wachtelstraße) verläuft von der Straße Kirchhellener Allee bis zur Seikenkapelle (Übergang zum Fußweg Philosophenweg) ein Grünzug mit einem kleinen Bach.
Leider werden an der Böschung dieses Gewässers große Mengen Grünabfall abgeladen, teilweise mit Bauschutt vermischt. Diese illegale Abfallentsorgung ist an dieser Stelle nicht nur verboten (wie überall), sondern für die Nachbarschaft gefährlich.

Da mit dem großen Gartenaufräumen im Frühjahr die Abfallmengen dort wieder erheblich zugenommen haben, warnt die Stadt Dorsten eindringlich davor, hier Abfälle zu entsorgen: Der Bach fließt im weiteren Verlauf in eine Verrohrung. Dort soll ein Rechengitter gröbere Verschmutzungen auffangen. Wird dieses Gitter durch Gartenabfälle zugesetzt, kann dies im gesamten bebauten Gebiet ein Hochwasser auslösen, vollgelaufene Keller und Gebäudeschäden inklusive.
Illegale Abfallentsorgungen sorgen für Kopfzerbrechen
Helmut Frankemöll, in der Abteilung Stadtentwässerung und Wasserbau im Tiefbauamt zuständig für Planung und Bauleitung: „Neben allem grundsätzlichen Ärger über illegale Abfallentsorgung bereitet uns diese Situation wirklich Kopfzerbrechen. Wer hier seinen Gartenmüll ablädt, muss wissen, dass wir mit viel Aufwand und hohen Kosten versuchen, diese Flächen sauber zu halten. Dies wird durch die zusätzlich abgekippten Mengen deutlich erschwert. Die Kosten dafür müssen letztlich von allen Steuerzahlern getragen werden. Und wenn es zu einem Hochwasser kommt, leiden darunter auch diejenigen, die ihre Abfälle korrekt entsorgen.“
Grünschnitt aus Gärten in der Natur verdrängen heimische Arten
Darüber hinaus sind illegale Grünabfälle in der Natur nicht nur, wie in diesem Fall gefährlich, sondern haben auch schlechten Einfluss auf die natur. Darauf verweist der BUND und appelliert an Gartenbesitzer, dass sie auf keinen Fall Grünschnitt, Stauden und Gehölzreste in der freien Landschaft abladen und so zu „entsorgen“ sollen.
Auf diesem Wege könnten sich so genannte invasive, eingebürgerte Arten oder auch Gartenzüchtungen ausbreiten und heimische Pflanzen verdrängen, so der Umweltverband. Das verunstalte die nicht nur die Natur, sondern führe auch zur Verwilderung von Gartenpflanzen, die in der freien Landschaft heimische Arten verdrängen und somit die heimische Flora verfälschen, so der Bund.
Grünabfälle können in Dorsten an vier Stellen komfortabel und kostenlos abgegeben werden:
Firma Europa-Garten (Endelner Feld 5)- Mo – Fr 8.00 – 17.00 Uhr, Sa 9.00 – 13.00 Uhr
Stadtgärtnerei (Hasselbecke)- Mo – Fr 8.00 – 14.00 Uhr
Firma Humbert (Wienbachstraße 14-23) – Mo – Fr 7.30 – 15.00 Uhr, Sa 7.30 – 12.30 Uhr
Wertstoffhof (An der Wienbecker 15) – Mo – Fr 8.00 – 17.45 Uhr, Sa 8.00 – 13.45 Uhr




























