Bürgermeister erklärt das Hissen vor dem Rathaus: Kein politisches Statement, sondern Tradition zur Feier der Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen Deutschland und Israel.
An jedem 12. Mai wird vor dem Dorstener Rathaus die israelische Flagge gehisst. Aus Tradition, denn an diesem Tag im Jahr 1965 nahmen Deutschland und Israel offiziell diplomatische Beziehungen zueinander auf. „Und diese Tradition und Geste wollten wir auch nicht wegen der aktuellen politischen Lage unterbrechen“, so Bürgermeister Tobias Stockhoff.
Genau das hätten sich aber offenbar Mitglieder der muslimischen Gemeinde gewünscht, die sich irritiert ob des Hissens des israelischen Banners an das Stadtoberhaupt wandten. „Wir fühlen mit den Opfern auf beiden Seiten und hoffen, dass der Konflikt schnellstmöglich beendet wird“, erklärte Stockhoff im Rahmen der letzten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses.
Doch weder die Beziehungen zwischen Deutschland und Israel noch die Freundschaft zwischen Dorsten und der israelischen Stadt Hod Hasharon, die 1993 eine Patenschaft eingegangen sind, dürften von dem aktuellen Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern berührt werden, so Stockhoff.




























