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Sonntag, März 3, 2024
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Jede zehnte Biotonne in Dorsten war falsch befüllt

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Im Rahmen der bundesweiten „wirfuerbio“-Tonnenkontrollaktion wurden in Dorsten etwa 300 Biotonnen überprüft. Etwa zehn Prozent der braunen Tonnen wiesen eine falsche Befüllung auf.

Die Herstellung von hochwertigem Kompost aus Bioabfall stellt für deutsche Abfallwirtschaftsbetriebe aufgrund übermäßiger Störstoffe eine immer größere Herausforderung dar. Die erstmalige bundesweite Tonnenkontrollaktion wurde abgeschlossen. Zwischen dem 18. und 29. September stellte sich heraus, dass etwa 10 Prozent der geprüften Biotonnen in Dorsten fehlerhaft befüllt waren. Im gesamten Deutschland bestanden 15.000 von 334.336 kontrollierten Tonnen den Test nicht. Diese wurden nicht entleert, da sie unerwünschte Inhalte enthielten. Diese Aktion des Vereins „wirfuerbio“ wurde notwendig, da die Herstellung von hochwertigem Kompost aus Bioabfall für deutsche Abfallwirtschaftsbetriebe aufgrund der hohen Störstoffanteile immer schwieriger wird.

Seit 1998 landen in Dorsten Obst- und Gemüsereste, verdorbene Lebensmittel sowie Rasenschnitt in der Biotonne. Bedauerlicherweise finden auch immer mehr unerwünschte Störstoffe, insbesondere Plastiktüten, ihren Weg in die braune Tonne. Um das Trennverhalten der Bürger positiv zu beeinflussen, hat sich der Entsorgungsbetrieb Stadt Dorsten der bundesweiten Kontrollaktion angeschlossen. Unter dem Motto „Dein Biomüll ist wichtig für’s Klima!“ wurden in mehr als 50 Kreisen und Städten, darunter auch im Kreis Recklinghausen, die Deckel der Tonnen überprüft.

Schuhe und Ziegelsteine in der Biotonne

Insgesamt wurden während der Aktion in Dorsten etwa 300 Behälter inspiziert. Leider waren etwa zehn Prozent davon fehlerhaft befüllt. In den Biotonnen fanden sich neben zahlreichen Plastiktüten auch Pappkartons, Schuhe, Ziegelsteine, Textilien, Tierstreu, Kippen, Plastikflaschen und Konservendosen.

Obwohl die meisten Biotonnen ordnungsgemäß befüllt werden, gibt es noch Raum für Verbesserungen, wie Ursula Eickmeier, Abfallberaterin im Entsorgungsbetrieb, betont: „Da ist noch Luft nach oben. Wir wollen das Trennverhalten positiv beeinflussen und mit den Stichprobenkontrollen aufklären, nicht bestrafen.“ Das Entsorgungsunternehmen ist auf das korrekte Trennverhalten der Bürger angewiesen. „Wir wollen weiter in den Küchen und Biotonnen positive Veränderungen bewirken. Denn nur aus sauberen Bioabfällen kann saubere Komposterde werden.“ Daher werden auch zukünftig falsch befüllte Biotonnen nicht entleert.

Ursula Eickmeier
Ursula Eickmeier vom Entsorgungsbetrieb Dorsten. Foto: Borgwardt

Im Falle wiederholter Fehlbefüllung kann eine Biotonne sogar eingezogen und durch eine gleichgroße, kostenpflichtige Restmülltonne ersetzt werden, wie die Abfallberaterin betont.

Bioabfallsammlung im Haushalt – so geht’s richtig:

In die Biotonne gehören u.a. Rasen, Laub und Grünschnitt aus dem Garten sowie auch Obst- und Gemüseabfälle, Eierschalen, Kaffeefilter, Teebeutel, Brotreste und auch Knochen. Bürger sollten die Bioabfälle im besten Fall lose in einem dafür vorgesehenen Behälter sammeln und direkt – ohne Plastiktüte bzw. kompostierbare Plastiktüte – in die Biotonne entleeren. Alternativ kann man auch Papiertüten oder einzelne Zeitungsblätter verwenden.

Geeignet sind alle Papiertüten, die zu 100 Prozent aus Papier bestehen und kompostierbar sind. Machen Sie mit und halten Sie Ihre Biotonne frei von Plastiktüten, Glas und allen weiteren Störstoffen.

Mehr Information zur Sammlung von Bioabfall erhalten Sie unter www.wirfuerbio.de/kreis-re und bei der Abfallberatung unter der Rufnummer 0 23 62 – 66 56 05

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