StartAllgemeinJüdische Museum wird nach dem Anschlag 24 Stunden überwacht

Jüdische Museum wird nach dem Anschlag 24 Stunden überwacht

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Der Anschlag in Halle hat Spuren hinterlassen. Die Polizei überwacht das Jüdische Museum in Dorsten rund um die Uhr – AfD ist Wegbereiter für rechte Gewalt sagt der Berliner Arbeiter Samariter Bund.

Berlin/Dorsten (pd). Insgesamt werden derzeit in NRW rund 60 jüdische Einrichtungen, dazu gehören Synagogen, jüdische Gemeinde- und Altenzentren und Kindertagesstätten von der Polizei überwacht. So auch in Dorsten, wo ein Polizei-Fahrzeug 24-Stunden vor dem Jüdischen Museum Wache schiebt

Viele Menschen sind erschüttert nach dem antisemitischen Terroranschlag in Halle. Dazu schreibt der Arbeiter-Samariter-Bund, der die AfD als Wegbereiter für rechte Gewalt sieht:

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„Unser Mitgefühl gilt den Opfern sowie der jüdischen Gemeinschaft in Deutschland“, erklärt ASB-Bundesgeschäftsführer Ulrich Bauch. „Diese barbarische Tat fußt auf einer rechtsextremen Ideologie, der die Rhetorik der AfD den Weg bereitet hat“, macht Bauch deutlich.

„Mit ihrer systematischen Verharmlosung des Nationalsozialismus und des Holocaust haben Politiker der AfD vorsätzlich gesellschaftliche Grundwerte aufgeweicht und dadurch ein Klima geschaffen, in dem Ereignisse wie in Halle leichter möglich werden“, erklärt Bauch.

Polizeiüberwachung jüdisches Museum Dorsten
24-stündige Polizeiüberwachung am Sonntag vor dem Jüdischen Museum. Foto: Petra Bosse

Der ASB setzt sich ein für Menschlichkeit, eine offene Gesellschaft und vertritt eine klare Haltung gegenüber rechtspopulistischer und rechtsextremer Politik.

Diese Haltung ergibt sich nicht zuletzt aus der eigenen Geschichte: Der ASB wurde 1933 von den Nazis verboten und enteignet, insbesondere jüdische ASB-Mitglieder wurden verfolgt, kamen ins KZ und wurden ermordet. „Wir sehen es daher als unsere Aufgabe, uns antisemitischen und demokratiefeindlichen Bestrebungen entschieden entgegenzustellen“, so der Bundesgeschäftsführer.

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