Finissage der Ausstellung im Foyer der VHS

Dorsten. (pd) In Anwesenheit des Vorstandes der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit und zahlreichen Zuschauern aus Schule, Politik und Verwaltung sowie interessierten Bürgern fand am 16.09. die Finissage der Ausstellung „Jüdisches Leben im Vest Recklinghausen“ im Foyer der VHS statt.

Diese kreisweite Ausstellung war im Zuge der Woche der Brüderlichkeit initiiert und alle Städte aufgerufen worden, sich mit Beiträgen zu beteiligen.

Dabei sollte jede Stadt den Fokus auf etwas Besonderes und für diesen Ort Spezifisches legen. In Dorsten hat das Amt für Kultur und Weiterbildung zusammen mit seinem Bildungspartner Gymnasium Petrinum und dem Jüdischen Museum diese Herausforderung angenommen und vier Tafeln für Dorsten gestaltet.

Schüler setzen Ergebnisse künstlerisch in Szene

Dabei forschten die Schülerinnen und Schüler des zehnten Jahrgangs unter Leitung ihrer Lehrer Stefanie Timmermann und Michael Grave auf dem Jüdischen Friedhof und spürten der Familiengeschichte mehrerer Dorstener Jüdischer Familien nach und setzten ihre Ergebnisse künstlerisch in Szene.

Bei dem Projekt war es allen Beteiligten wichtig, nicht nur in die Geschichte zu schauen, sondern auch gegenwärtiges jüdisches Leben im Vest Recklinghausen kennenzulernen. Da es schwierig war, direkte Kontakte zu jüdischen Jugendlichen zu knüpfen, wurde ein Workshop mit der jüdischen Künstlerin Anna Adam ins Leben gerufen, der unter dem Motto stand „Und eine von uns ist Jüdin – ist das wichtig?“.

Was ist heilig?

Im Rahmen dieser Veranstaltung gestalteten die Jugendlichen Tische, auf denen sie darstellten, was ihnen „heilig“ ist.

Entstanden sind fünf verschiedene Tische, bei denen bei aller Unterschiedlichkeit das wichtigste Ergebnis ist, dass Dinge, die Menschen heilig sind, weitgehend unabhängig von ihrer Religion sind, vielmehr sind es Werte, die allen Religionen zueigen sind, wie Freundschaft, Familie, Liebe.

Dorsten war die erste Station der Wanderausstellung, jetzt geht sie auf Tour durch die anderen Städte des Kreises Recklinghausen.

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André Elschenbroich
Moin, ich bin André Elschenbroich. Vielen bekannt unter dem Namen Elsch. Der Eine oder Andere verbindet mich noch mit der WAZ, bei der ich 1988 als freiberuflicher Fotojournalist anfing und bis zur Schließung 2013 blieb. Darüber hinaus war ich in ganz Dorsten und der Region gleichzeitig auch für den Stadtspiegel unterwegs. Nachdem die WAZ dicht machte, habe ich es in anderen Städten versucht, doch es war nicht mehr dasselbe. In über 25 Jahren sind mir Dorsten, Schermbeck und Raesfeld mit ihren Menschen ans Herz gewachsen. Als gebürtiger Dorstener Junge merkte ich schnell: Ich möchte nirgendwo anders hin. Hier ist meine Heimat – und so freut es mich, dass ich jetzt als festangestellter Reporter die Heimatmedien mit multimedialen Inhalten aus unserer Heimat bereichern kann.

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