StartAllgemeinKampf gegen Rettungsgassenverweigerer

Kampf gegen Rettungsgassenverweigerer

Veröffentlicht am

Kampf gegen Rettungsgassenverweigerer: Polizei setzt auf Dashcams

Testphase gestartet – Minister Reul: Mini-Kameras sind nützliche Zeugen hinter der Windschutzscheibe

Die Autobahnpolizei NRW setzt im Kampf gegen Rettungsgassenverweigerer ab sofort auf sogenannte Dashcams.

Dazu erklärt Innenminister Herbert Reul:
 „Immer noch blockieren zu viele Autofahrer die Rettungsgasse und riskieren dabei Menschenleben. Mit den Kameras können wir diese Verstöße künftig konsequenter ahnden“, sagte Innenminister Herbert Reul heute bei der Vorstellung der Kameras auf der Autobahnpolizeiwache Mönchengladbach. „Diese Mini-Kameras sind dabei nützliche Zeugen hinter der Windschutzscheibe.“

Anzeige
Anzeige zum Freizeitspezial 2026 auf Dorsten-Online

Bereits seit März werben Verkehrs- und Innenministeriums zusammen mit der Landesverkehrswacht und Straßen. NRW mit 250 Bannern an den Autobahnbrücken für die Rettungsgasse

Dashcams
Kampf gegen Rettungsgassenverweigerer Dashcam
Foto: panthermedia.net / Pe3check

Der Begriff Dashcams stammt aus dem Englischen und heißt wörtlich übersetzt Armaturenbrett-Kamera. Insgesamt werden 50 hochauflösende HD-Kameras auf die Streifenwagen der Autobahnpolizeien in Bielefeld, Düsseldorf, Dortmund, Köln und Münster verteilt – zunächst für eine einjährige Testphase. „Die gestochen scharfen Videoaufzeichnungen ermöglichen es den Polizistinnen und Polizisten, die Verkehrssünder anhand der Kennzeichen nachträglich zu ermitteln. Während eines akuten Einsatzes sind dafür nicht die Zeit und die Gelegenheit“, erklärte Reul.

Höheres Bußgeld

Seit Ende 2017 droht Rettungsgassenverweigerern bereits ein höheres Bußgeld samt Führerscheinentzug. „Jedem muss klar sein: Rettungsgassen retten Leben. Die höheren Strafen sind deshalb genau richtig. Mit den Kameras sorgen wir dafür, dass Rettungsgassenverweigerer endlich erfasst werden“, sagte der Innenminister.

Eine Erfassung von Unbeteiligten wird auf ein rechtlich zulässiges Mindestmaß reduziert. „Die Kameras werden nur bei hartnäckigen Rettungsgassenmuffeln eingeschaltet. Verkehrsteilnehmer, die sich an die Regeln halten, müssen sich daher keine Sorgen machen“, so Reul.

Hintergrund zur Kamera

Die Kamera, Modell A7S des Herstellers TrueCam, besitzt eine Displaydiagonale von 2,7 Zoll im Format 16:9. Sie verfügt über ein Superweitbild 21:9 bei einer Auflösung von 2560×1080 Bildpunkten, 30 fps (frames per second) und einem Aufnahmewinkel von 130 Grad. Durch LED-Zusatzbeleuchtung und die Funktion HDR („high dynamic range“) sind auch qualitative und detailgetreue Aufnahmen bei schwierigen Sichtverhältnissen möglich. Die Aufnahmen werden auf Micro-SD Speicherkarte bis maximal 32 GB gesichert

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Für körperbehinderten Freund: Zwei Brüder radeln durch Europa

Seit über 17 Jahren sind Leo und Thomas mit Maceo befreundet. Sie gingen zusammen in den Kindergarten, wuchsen gemeinsam auf und wurden Freunde fürs Leben....

Mit Geschichten Kindern den Weg zum Lesen öffnen: Dorsten sucht Lesepaten

Vorlesen unterstützt Kinder beim Spracherwerb, erweitert den Wortschatz und weckt die Neugier auf Bücher. Das Netzwerk „Dorsten liest vor“ engagiert sich seit 24 Jahren in...

DTC Jüntgen feiert historischen Meistertitel vor heimischer Kulisse

Der Dorstener TC Jüntgen hat das erfolgreichste Wochenende seiner Vereinsgeschichte mit dem Gewinn der Deutschen Meisterschaft gekrönt. Bei der erstmals im Final-Four-Format ausgetragenen Endrunde der...

Radfahrer nach Unfall am Lippe-Deich geschlagen und geflüchtet

Nach einem Zusammenstoß zweier Radfahrer am Lippe-Deich in Dorsten sucht die Polizei nach einem bislang unbekannten Mann. Er soll seinen Unfallgegner nach dem Sturz geschlagen...

Klick mich!