Die Stadt Dorsten bekommt mit Karsten Meyer, derzeit noch Dezernent für Personal, Organisation und Finanzen, einen dritten Beigeordneten. Der Rat wählte ihn mit großer Mehrheit. Die formale Ernennung erfolgt nach rechtlicher Prüfung durch den Landrat.
Neue Beigeordnetenstelle geschaffen
Der Rat der Stadt Dorsten hat am 30. April 2025 die Einrichtung einer dritten Beigeordnetenstelle beschlossen. In seiner Sitzung am 26. Juni wählte der Dorstener Rat Karsten Meyer zum neuen Beigeordneten. Er erhielt 44 Ja-Stimmen bei einer Nein-Stimme von Mauritz Hagemann von den Grünen.
Karsten Meyer sieht Dorsten als „Herzensheimat“
Nach seiner Wahl zeigte sich Karsten Meyer dankbar. In seiner Ansprache erinnerte er daran, dass er seit 25 Jahren mit der Stadt Dorsten verbunden ist – beruflich und persönlich. „Ich habe hier nicht nur einen Arbeitsplatz gefunden, sondern auch eine Herzensheimat“, sagte er.
Die breite Zustimmung im Rat versteht Meyer als Anerkennung für seine bisherige Arbeit und als Ansporn für die kommenden Aufgaben. Dass es eine Gegenstimme gab, überraschte ihn nicht: „Wer finanzielle Verantwortung trägt, muss mit unterschiedlichen Meinungen rechnen.“ Für ihn gehört es zur Demokratie, dass verschiedene Auffassungen nebeneinander Platz haben. Abschließend bedankte sich Meyer beim Rat für das ausgesprochene Vertrauen.
Vorrausetzungen
Die Wahl von Beigeordneten erfolgt durch den Stadtrat. Voraussetzung ist, dass die Kandidatinnen und Kandidaten sowohl fachlich geeignet sind als auch über einschlägige Berufserfahrung verfügen. In größeren Städten – wie Dorsten – muss zudem mindestens eine Person im Verwaltungsvorstand die Befähigung für den höheren Verwaltungsdienst oder zum Richteramt mitbringen.
Auswahlverfahren und Vorstellung
Die Verwaltung hatte am 14. April 2025 die Einrichtung der zusätzlichen Beigeordnetenstelle vorgeschlagen. Aus sieben Bewerbungen wählte der Haupt- und Finanzausschuss (HFA) am 18. Juni 2025 mehrere Kandidatinnen und Kandidaten für die engere Auswahl aus. In einer Sondersitzung am 25. Juni stellten sich diese dem Ausschuss vor.
Beinahe einstimmig: Eine Gegenstimme bleibt unbegründet
Die abschließende Wahl erfolgte in der Ratssitzung am 26. Juni. Karsten Meyer wurde mit breiter Zustimmung ins Amt gewählt. „Ich halte es dennoch für ein MEGA-Ergebnis“, kommentierte Meyer das Ergebnis.
Die Amtszeit der Beigeordneten beträgt acht Jahre. Eine Ernennung ist jedoch erst möglich, wenn der Landrat das Auswahlverfahren auf Rechtmäßigkeit geprüft hat. Meyer geht davon aus, dass dies innerhalb der kommenden 14 Tage abgeschlossen sein werde.
Auswahl nach Qualifikation
Die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten erfolgte auf Grundlage von Eignung, Befähigung und fachlicher Leistung. Persönliche Merkmale wie Geschlecht, Herkunft, Religion oder sexuelle Identität spielen dabei keine Rolle.
Stellungnahmen
CDU: „Die beste Lösung für unsere Stadt“
CDU-Fraktionsvorsitzender Holger Krajewski erklärte, seine Fraktion habe sich intensiv mit allen sieben Bewerbungen auseinandergesetzt. Die Auswahl sei nach gründlicher Diskussion im Fraktionsvorstand und in der Gesamtfraktion erfolgt. Entscheidend seien die fachliche Eignung und das Anforderungsprofil für Dorsten gewesen. „Unsere Entscheidung fiel auf Karsten Meyer, weil er aus unserer Sicht die beste Lösung für unsere Stadt ist.“
SPD: „Fundierte Entscheidung auch ohne Vorstellung möglich“
SPD-Fraktionschef Dirk Groß betonte, auch seine Fraktion habe die Bewerbungen sorgfältig geprüft und sei zu dem Schluss gekommen, dass eine Entscheidung auch ohne persönliche Vorstellung der Bewerberinnen und Bewerber möglich sei. Ausschlaggebend sei Meyers fachliche Aufstellung und seine lokale Vernetzung gewesen. „Für uns stellt Karsten Meyer die beste Aufstellung für Dorsten dar.“
Grüne: „Mehrheitlich für Karsten Meyer entschieden“
Christine Römer erklärte für die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen, dass man sich ebenfalls mit den Unterlagen befasst habe. In der anschließenden Beratung habe sich eine Mehrheit der Fraktion für Meyer ausgesprochen. „Wir sehen in Karsten Meyer den richtigen Kandidaten für das Amt des dritten Beigeordneten.“




























