StartAnzeigeKKRN startet Weiterbildung bei Röntgen und Strahlenschutz

KKRN startet Weiterbildung bei Röntgen und Strahlenschutz

Veröffentlicht am

Die Absolventen des Qualifizierungslehrgangs Strahlenschutz freuen sich über ihr Zertifikat. Foto: KKRN GmbH

Ein Pilotprojekt des KKRN-Klinikverbundes geht dem Fachkräftemangel entgegen: Dringend gesuchte Mitarbeiter werden im Bereich Röntgen und Strahlenschutz weitergebildet.

Der Personalmangel in Radiologie-Praxen und Krankenhäusern im ganzen Land ist groß. Es fehlen Medizinisch-technische Radiologieassistenten (MTRA), oder wie es seit dem 1. Januar 2023 heißt: Medizinische Technologen für Radiologie (MTR). Auch größere Werbekampagnen erreichen nicht ihr Ziel, junge Menschen anzusprechen. Schlossen in den 90er Jahren noch mehr als 3.000 junge Menschen die Ausbildung zu MTRA ab, waren es in den vergangenen Jahren nur noch 1.400. Tendenz fallend. In Krankenhäusern und radiologischen Praxen fehlt zunehmend Personal. Jede fünfte Stelle kann selbst in großen Städten nicht mehr besetzt werden. In der Folge erhöhen sich die Wartezeiten für Patienten bis zur Schließung ganzer Fachbereiche.

Anzeige
Anzeige von Ohrwerk Hörgeräte: Fit im Ohr. Fit für den Alltag.

Qualifizierungslehrgang im Strahlenschutz

„Dieser Trend hat auch längst den KKRN-Klinikverbund an seinen vier Standorten erreicht, sodass es uns immer schwerer fällt, freie Stellen adäquat nachzubesetzen“, erklärt Winfried Brockhaus, MTR und Mitarbeiter der KKRN-Stabsstelle Strahlenschutz. Zu den KKRN-Krankenhäusern gehören das St. Elisabeth-Krankenhaus Dorsten, das St. Sixtus-Hospital Haltern am See, das Marien-Hospital Marl und das Gertrudis-Hospital Westerholt. „Gerade die Häuser ohne eigene Hauptabteilung und den fehlenden Großgeräten leiden unter dem Fachkräftemangel ganz erheblich“, ergänzt Brockhaus. Nun hat das erste Pilotprojekt bei der KKRN GmbH begonnen. In Zusammenarbeit mit der GQmed mbH, Gesellschaft für Qualitätssicherung in der Medizin, wurde ein 90-stündigen Qualifizierungslehrgang erfolgreich durchgeführt. Dabei stand die Erlangung der Kenntnisse im Strahlenschutz im Fokus.

Theoretisches Know-how und praktische Erfahrung

Den Vorgaben der Richtlinie „Fachkunde und Kenntnisse im Strahlenschutz“ folgend, haben die ersten Absolventen neben den theoretischen Lehrinhalten praktische Erfahrungen in den jeweiligen radiologischen Abteilungen der KKRN-Kliniken sammeln können. Mit bestandener Prüfung und anschließender Bestätigung durch die Ärztekammer sind die Teilnehmer nun im Besitz des sogenannten großen Röntgenscheines. Zukünftig soll dieses Angebot Personen aus den Gesundheitsberufen, deren abgeschlossene Ausbildung als sonstige medizinische Ausbildung (Medizinische Fachangestellte, Medizinisch-technische Laboratoriumsassistenten, Pflegefachkräfte etc.) anerkannt ist, ansprechen.

Der KKRN-Klinikverbund wird dieses Angebot weiter ausbauen und plant bereits den nächsten Kurs für Ende September dieses Jahres. Mehr Informationen unter www.kkrn-karriere.de.

Neuer WhatsApp-Kanal

Abonnieren Sie unseren WhatsApp-Kanal unter https://bit.ly/dorstenonline für aktuelle Infos. Wir bieten lokale Nachrichten, Event-Infos, Polizeimeldungen und mehr.

NEUSTE ARTIKEL

Mehr Personal an NRW-Schulen: Höchster Zuwachs seit über 40 Jahren

Die Personalausstattung an den Schulen in Nordrhein-Westfalen hat einen neuen Höchststand erreicht. Nach Angaben des Schulministeriums arbeiten heute rund 12.600 Menschen mehr an den Schulen...

Dorsten setzt Strategie gegen Eichenprozessionsspinner fort

Dorsten setzt 2026 weiter auf feste Prioritäten und den digitalen Raupenmelder gegen Eichenprozessionsspinner.

Raub am Bahnhof Dorsten: Polizei sucht zwei Tatverdächtige mit Öffentlichkeitsfahndung

Nach einem Raub am Dorstener Bahnhof sucht die Polizei mit einer Öffentlichkeitsfahndung nach zwei bislang unbekannten Tatverdächtigen. Sie sollen am Nachmittag des 22. Februar 2026...

Geschichtsstation an der Agathaschule zerstört

Mit großer Bestürzung hat die Agathaschule die Zerstörung der 49. Dorstener Geschichtsstation festgestellt. Unbekannte hatten am Wochenende das Glas der Station auf dem Schulgelände so...

Klick mich!