StartKommentarKommentar: Warum Dorsten mehr kann, als viele auf den ersten Blick sehen

Kommentar: Warum Dorsten mehr kann, als viele auf den ersten Blick sehen

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Neue Zahlen zeigen: Dorsten ist als Wohnort stark, bleibt lebenswert und hat gute Chancen für die kommenden Jahre.

Ein Gastkommentar von Andreas Heuser

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Dorsten ist keine Stadt, die laut sein muss, um zu überzeugen. Vieles wirkt hier auf den ersten Blick ruhig, bodenständig und vertraut. Aber genau darin liegt eine Stärke. Denn wer sich die aktuellen Zahlen einmal genauer anschaut, erkennt schnell: Dorsten hat mehr zu bieten, als man zunächst vermutet.

Vor allem beim Wohnen zeigt sich, warum viele Menschen gern hier leben. In Dorsten wohnen aktuell 75.441 Menschen. Gleichzeitig gibt es gut 38.000 Wohnungen im Stadtgebiet. Das zeigt: Dorsten ist als Wohnort breit aufgestellt und für viele Menschen ein wichtiger Lebensmittelpunkt. Hinzu kommt, dass die durchschnittliche Miete bei 7,65 Euro pro Quadratmeter liegt und der Kaufpreis für Wohnraum im Schnitt bei 2.172 Euro. In Zeiten, in denen Wohnen in vielen Städten immer teurer wird, ist das ein echter Pluspunkt.

Wirtschaftliches Potential

Auch wirtschaftlich lohnt sich der Blick auf die Zahlen. Besonders auffällig ist die Kaufkraft. Sie stieg von 1.860 im Jahr 2020 auf 2.324 im Jahr 2025. Auch die einzelhandelsrelevante Kaufkraft legte spürbar zu – von 516 auf 647. Das zeigt: In Dorsten steckt wirtschaftliche Stärke. Davon können Geschäfte, Gastronomie und Angebote vor Ort profitieren.

Ein weiterer Bereich mit positiver Entwicklung ist der Tourismus. Nach dem Rückgang im Jahr 2020 haben sich die Werte wieder erholt. Die Gästeankünfte stiegen von 19 auf 31, die Übernachtungen von 48 auf 69. Gleichzeitig wuchs das Angebot bei den Gästebetten wieder auf 515. Dorsten ist zwar keine klassische Touristenstadt, aber die Zahlen zeigen, dass sich auch hier wieder etwas bewegt.

Natürlich gibt es nicht nur gute Nachrichten. 21.640 Menschen arbeiten in Dorsten, gleichzeitig liegt der Pendlersaldo bei minus 7.012. Viele wohnen also gern hier, fahren zum Arbeiten aber in andere Städte. Auch die Arbeitslosenquote von 8,82 Prozent zeigt, dass Dorsten wirtschaftlich weiter dranbleiben muss.

Dorsten startet nicht bei Null

Gerade das macht die Entwicklung der Stadt so spannend. Dorsten startet nicht bei null. Die Stadt hat eine solide Basis: bezahlbareres Wohnen, steigende Kaufkraft und eine Entwicklung, die in mehreren Bereichen in die richtige Richtung geht. Es geht also nicht darum, alles neu zu machen, sondern das Gute gezielt weiter auszubauen.

Der Blick nach vorn bleibt deshalb positiv. Dorsten bringt viele gute Voraussetzungen mit und kann auf einer stabilen Grundlage weiter aufbauen. Wenn es gelingt, diese Stärken noch stärker in Arbeitsplätze, lebendige Angebote und neue Impulse für die Stadt umzusetzen, hat Dorsten beste Chancen, seinen Weg erfolgreich weiterzugehen.

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