Kreativität zieht wie ein roter Faden durch Dinah Lübecks Leben. Die Handschrift der Rhaderin ist in ihrem Alltag nicht zu übersehen.

So sind sowohl die Betten ihrer beiden fünf und sieben Jahre alten Söhne als auch das Spielhaus im Garten von ihr gestaltete Unikate. Aber auch in ihrem Beruf kann Dinah Lübeck ihre Kreativität als gelernte Grafikerin bei Möbel Peters ebenso ausleben wie in ihrem Nebenerwerb, der Fotografie.  

Die gebürtige Essenerin suchte mit ihrem Mann Frank ein Haus in ländlicher Lage. Gefunden haben sie ihr Traumhaus in Rhade. Seit sechs Jahren wohnen die beiden nun mit ihren Söhnen und zwei Katzen im Dorf und fühlen sich richtig wohl. „Irgendwie fühlt es sich für mich an wie ein Nach-Hause-Kommen“, schmunzelt Dinah Lübeck und erzählt weiter: „Als wir durch Lembeck fuhren, sah ich den Namen meines Opas Heinz Lohbreyer gegenüber des Kindergartens auf dem Firmenschild des gleichnamigen Malerbetriebes. Erst da erfuhr ich, dass meine Familie hier in Dorsten Wurzeln hat.“ 

Gestalten ist Dinah Lübecks Welt 

Bis vor einem Jahr ist sie noch jeden Tag zur Arbeit nach Essen gefahren, das war ihr aber dann doch zu viel. „Mit meiner Bewerbung bei Möbel Peters hat es zum Glück geklappt, denn es ist nicht einfach, in diesem Beruf einen Teilzeitjob zu bekommen. Ich verstehe mich hier mit meinen Kollegen bestens und kann auch meine Kreativität ausleben“, freut sich die Mitarbeiterin des Familienunternehmens. Viele ihrer Vorschläge kann sie dort umsetzen und finden sich auf Flyern, Werbeanzeigen oder Plakaten wieder.  

Jetzt, in der Zeit der Pandemie, kommt ihr das „Kinderzimmer“ mit Bällchenbad im Möbelhaus für die Kinder der Kundinnen und Kunden sehr gelegen. „So konnte ich im Notfall meine beiden Rabauken schon mal mitbringen und wusste sie für kurze Zeit beschäftigt.“  

Auch mit Farbe und Pinsel weiß Dinah Lübeck gut umzugehen. Neben Kursen, die sie in Essen im Rahmen der ARTNight gibt, gab sie auch kurzerhand dem Innenleben des Familienwohnwagens ein bunteres Aussehen.  

Dinah-Lübeck-Rhade
Die Grafikerin Dinah Lübeck in ihrem Büro. Foto: Christian Sklenak

Die Fotografin 

Ein weiterer Teil ihrer künstlerischen Begabung wird in ihren Fotos sichtbar. Mit der Fotografie On-Location geht sie mit dem Brautpaar, den Kindern oder der Familie hinaus in die Welt. „Kreativ anders“ eben, so wie ihr Slogan lautet. Statt Studio heißt es nun ab in den Wald, ab auf den Spielplatz, hin zu ungewöhnlichen oder spannenden Orten oder auch nach Hause zu Dinah Lübecks Kunden. „Hier sind das Paar, hier ist die Familie meistens sehr entspannt, sodass die Fotos auch sehr gut gelingen.“

Ort des Shootings

Die Fotografin mag auch für sich keine gestellten Szenen nach dem Motto: „Stell dich bitte dort hin und lächel‘ jetzt“ und möchte dies ihren Kunden auch nicht zumuten. Sie führt daher vor der Buchung mit ihnen ein Gespräch und versucht dann den Ort des Shootings auf deren Interessen abzustimmen, „denn ich möchte die Emotionen und die Magie des Augenblicks mit meiner Kamera festhalten. Gerade ein Hochzeits- oder Familienfoto soll doch ein kleines Kunstwerk sein, das man auch an die Wand hängen kann“, erklärt sie. Durch ihren erlernten Beruf als Grafikerin beherrscht sie die Möglichkeit der Bildgestaltung am Rechner und vollendet die Fotos dort perfekt.  

Dinah Lübcke
Auch so kann ein Hochzeitsfoto aussehen. Foto: Dinah Lübcke

Für ihre Fotos plant die Fotografin den Ablauf des Shootings exakt, die private Dinah dagegen wagt sich an alles ohne Vorplanung und „macht einfach“. „Das Ergebnis muss nicht perfekt aussehen. Es darf oder soll sogar Ecken und Kanten haben“, betont sie und fährt schmunzelnd fort: „Damit bringe ich meinen Mann jedoch oft zum Verzweifeln, denn er ist mit seiner Akribie genau das Gegenteil von mir.“ 
Dinah-luebeck.de 

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Martina Jansen
Hallo, ich bin Martina Jansen. Meine Heimat ist das Monatsmagazin „Lokallust“, aber da wir mit den „Heimatmedien“ eng zusammenarbeiten, richte ich mich seit einiger Zeit nun auch hier als freie Mitarbeiterin häuslich ein. Als nicht gelernte Redakteurin schreibe ich aus dem Bauch heraus und lasse dabei unbewusst, gerne aber auch ganz bewusst, redaktionelle Regeln aus. Soll heißen: Ich schreibe so, dass ich auch verstanden werde. Gerne treffe ich mich mit Menschen aus Dorsten, Schermbeck oder Raesfeld, die ein verrücktes Hobby haben, ehrenamtlich tätig sind oder einfach „gut drauf“ sind, also mit Menschen wie du und ich und bin jedes Mal darauf gespannt, welche Geschichte am Ende dabei herauskommt.

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