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Landwirtschaftliche Produkte sind 33,9 % teurer als 2021

Veröffentlicht am

Der Milchpreis lag im Juni 2022 um 44,9 % über dem Vorjahresmonat. Foto: Pixabay

Die Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte waren im Juni 2022 um 33,9 % höher als im Juni 2021. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, ist damit der Anstieg gegenüber dem Vorjahresmonat erneut leicht rückläufig.

Erzeugerpreise landwirtschaftlicher Produkte insgesamt, Juni 2022
+33,9 % zum Vorjahresmonat
-1,9 % zum Vormonat

Preise für pflanzliche Erzeugnisse
+35,7 % zum Vorjahresmonat

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Preise für tierische Erzeugnisse
+32,8 % zum Vorjahresmonat

Im Mai 2022 hatte die Veränderungsrate bei +35,6 % gelegen, im April 2022 bei +40,0 %. Im Vormonatsvergleich fielen die Preise im Juni 2022 um 1,9 %. Die Preise für pflanzliche (+35,7 %) und auch für tierische Erzeugnisse (+32,8 %) erhöhten sich deutlich gegenüber dem Vorjahresmonat, wenn auch nicht mehr so stark wie im Mai 2022 (+36,9 % bzw. +34,7 %).

Pflanzliche Produkte

Der Preisanstieg bei den pflanzlichen Produkten ist auch in diesem Monat vor allem auf die Getreidepreise zurückzuführen. Im Juni 2022 lag der Preisanstieg beim Getreide um 59,3 % über dem Vorjahresmonat. Im Mai hatte die Preissteigerung noch 71,5 % betragen. Gegenüber dem Vormonat sanken die Preise um 8,0 %.

Gemüse
Pixabay

Preise für Obst gesunken, für Gemüse, Kartoffeln und Raps gestiegen

Die Erzeugerpreise für Obst waren im Juni 2022 um 11,0 % niedriger als noch vor einem Jahr. Preisrückgänge gab es unter anderem bei Tafeläpfeln mit -16,2 % und bei Erdbeeren mit -8,5 %.

Beim Gemüse (+2,9 %) stiegen insbesondere die Preise für Blumenkohl (+36,2 %) und Spargel (+35,2 %). Im Mai 2022 hatten die Preise für Spargel noch 21,0 % unter dem Vorjahresmonat gelegen.

Bei Speisekartoffeln hielt der Preisanstieg der vergangenen Monate weiter an: Sie verteuerten sich im Juni 2022 im Vergleich zum Juni 2021um 116,1 %. Im Mai 2022 hatte die Veränderung gegenüber dem Vorjahresmonat +111,4 % betragen.

Das Handelsgewächs Raps verteuerte sich im Juni 2022 um 41,2 % im Vergleich zum Juni 2021. Damit setzte sich der Trend der vergangenen Monate zwar fort, jedoch nicht mehr so stark wie zuletzt. Im Mai 2022 hatte die Vorjahresveränderung noch +60,8 % betragen.

Preise für tierische Erzeugnisse um 32,8 % gestiegen, für Milch um 44,9 %

  • Die Preise für tierische Erzeugnisse lagen im Juni 2022 um 32,8 % über den Preisen von Juni 2021.
  • Der Milchpreis lag im Juni 2022 um 44,9 % über dem Vorjahresmonat; im Mai 2022 waren es +40,4 % im Vorjahresvergleich.
  • Die Preise für Eier sind im Juni 2022 im Vergleich zum Vorjahresmonat um 28,2 % gestiegen, was unter anderem an den gestiegenen Energie-, Transport- und Verpackungskosten liegt.
  • Die Preise für Tiere stiegen im Juni 2022 um 23,5 % im Vergleich zum Juni 2021. Im Mai 2022 hatte die Preissteigerung zum Vorjahresmonat 30,7 % betragen. Die hohen Preise resultieren hier weiterhin unter anderem aus den gestiegenen Energiekosten und Futtermittelpreisen.
  • Die Preise für Rinder lagen im Juni 2022 um 22,8 %, die der Schlachtschweine um 19,5 % über denen des Vorjahresmonats.
  • Die Preise für Geflügel stiegen im Juni2022 um 40,0 % gegenüber Juni 2021. Ausschlaggebend hierfür ist der Preisanstieg bei Hähnchen (+44,7 %).

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