StartNatur und GartenLANUV bestätigt ersten Nachweis für Goldschakal in NRW

LANUV bestätigt ersten Nachweis für Goldschakal in NRW

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LANUV bestätigt: Erstmals ein Goldschakal in Nordrhein-Westfalen nachgewiesen

Wie das Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV) heute bestätigt, gibt es erstmalig den Nachweis eines Goldschakals (Canis aureus) für NRW.

Bei dem Tier handelt es sich um einen männlichen Goldschakal. Dieser erstmalig im August 2020 zunächst in Mülheim an der Ruhr nachgewiesen. Später im September nahe der niederländischen Grenze in Kranenburg/Kreis Kleve wurde ererneut genetisch erfasst.

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Goldschakal in NRW
Foto: LANUV

Genetische Untersuchung durch das Senckenber Forschungsinstitut kam zum Ergebnis, dass das am 18. August 2020 auf einer Weide in Mülheim an der Ruhr tot aufgefundene Schaf durch einen männlichen Goldschakal getötet wurde. Der Goldschakal hat die Kennung GG010m.

Weitere zwei tote Schafe vom Vortag auf dieser Weide sind laut LANUV mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls diesem Individuum zuzuschreiben. Hier sei eine genetische Beprobung war aufgrund der bereits erfolgten Tierkörperbeseitigung nicht mehr möglich gewesen.

Das Foto der Wildkamera vom stammt vom 23. August 2020 von dieser Schafweide und die Aufnahmen seien von nationalen und internationalen Experten verifiziert worden, so LANUV.

Weitere Spuren

Darüber hinaus gibt es noch weitere DNA-Spuren von GG010m. Diese konnten am 27.08.2020 an einem gefundenen Rehkitz festgestellt werden.

Weitere Schafrisse am 25. und am 28. September 2020 in Kranenburg sind ebenfalls aktuell durch das Senckenberg Institut belegt. Die genetischen Untersuchungen weisen darauf hin, dass auch diese Schafe durch den männlichen Goldschakal mit der Kennung GG010m getötet wurden.

Gleiche Präventionsmaßnahmen wie beim Wolf

Wie auch in den anderen Fällen weist LANUV darauf hin, dass Präventionsmaßnahmen zum Schutz vor dem Wolf grundsätzlich auch zum Schutz vor Goldschakalen, Füchsen und Hunden geeignet sind. Halter von Schafen, Ziegen und Gehegewild in Wolfsgebieten und Pufferzonen können Fördermittel für den Erwerb von Elektrozäunen und die wolfsabweisende Optimierung bestehender Zäune und Zubehör für den Schutz ihrer Herden vor Übergriffen beantragen.

Hintergrund zum Goldschakal

Das natürliche Verbreitungsgebiet des Goldschakals umfasst Bereiche Asiens und reicht bis nach Zentral-, Ost- und Südeuropa. In der Wahl eines Lebensraums ist die Art sehr flexibel und kann sich gut an verschiedene Gegebenheiten anpassen.

Der Goldschakal ist zwischen 80 und 95 cm lang; seine Schwanzlänge beträgt 20 bis 30 cm und die Schulterhöhe etwa 35 bis 50 cm. Er wiegt ungefähr 8 bis 10 kg.

So ist der Goldschakal sowohl in einer reich strukturierten Agrarlandschaft anzutreffen, als auch in Feuchtgebieten mit geeigneten Bedingungen. Eines der wichtigsten Kriterien bei der Lebensraumwahl ist die ausreichende Verfügbarkeit von Nahrung.

Ausgeprägte Anpassungsfähigkeit

Diese besteht hauptsächlich aus kleinen bis mittelgroßen Säugetieren, aber auch aus Amphibien, Insekten, Fischen, Aas und pflanzlicher Nahrung. Der Goldschakal ist in der Lage, sich sehr gut an die saisonal verfügbaren Ressourcen anzupassen.

Die ausgeprägte Anpassungsfähigkeit ist ein Grund für seine weitere Ausbreitung in Richtung Norden und Westen. So kam es in den vergangenen Jahrzehnten immer wieder zu Erstnachweisen in Ländern, in denen der Goldschakal zuvor nicht heimisch gewesen ist. In Deutschland wurden ab 1998 die ersten Nachweise geführt (Quelle LANUV).

Weitere Informationen zum Thema Goldschakal finden Sie unter: https://www.goldschakal.at/deutschland

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