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Andreas Hülsmann: Steak oder Currywurst? Hauptsache gut

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Ein unverkennbarer Duft von Champignons in Sahnesoße weht mir entgegen, als sich die Tür zur Küche öffnet. Es ist noch relativ früh, das Spaßbad hat noch geschlossen, und auch der Mittagstisch für die Gäste ist noch nicht eröffnet. Andreas Hülsmann, Koch im Dorstener Erlebnisbad Atlantis, würzt eben noch die Soße mit Petersilie, dann nimmt er sich entspannt Zeit für einen Kaffee und ein Gespräch.

Vom exklusiven Gästecasino ins Erlebnisbad

Gut gelaunt, so wie ich ihn kenne, kommt er auf mich zu. Von Stress keine Spur bei ihm. „Bisher habe ich täglich für 50 Personen auf sehr hohem Niveau gekocht, jetzt koche ich 1000 Portionen für unsere Badegäste und all diejenigen, die den wechselnden Mittagstisch nutzen“, lächelt Andreas. „Aber genau das reizt mich. Das ist für mich keine Belastung, sondern eine echte Herausforderung.“ Eins ist ihm dabei weiterhin besonders wichtig: „Die Qualität muss stimmen, ob beim Premium-Steak oder bei der Currywurst mit Pommes.“

Vor seinem Wechsel ins Atlantis arbeitete Andreas im exklusiven Gästecasino von ThyssenKrupp in Essen. Dort kochte er für Vorstände und internationale Gäste, Tag für Tag auf höchstem Niveau. „Beschwerden hat es nie gegeben“, erinnert er sich, und dennoch musste Andreas beruflich neue Wege gehen. Als der exklusive Bereich geschlossen wurde, überlegte Andreas, wie es beruflich für ihn weitergehen sollte. „Eine Beschäftigung im IT-Bereich wäre eventuell infrage gekommen, aber ich merkte dann doch recht schnell, dass das nichts für mich ist“, schmunzelt er.

Qualität bleibt der Maßstab

Heute bringt Andreas seine Erfahrung aus der Sterneküche in den Alltag eines Erlebnisbads. Genau das macht seinen Stil besonders. Hier gibt es alles: schnelle Snacks, beliebte Klassiker, hochwertige Gerichte, frische Smoothies und leichte Angebote für den Saunabereich. „Es soll schmecken, egal, wie viel ein Gericht kostet. Ob ein hochwertiges Gericht auf dem Teller liegt oder ein schnelles Essen, macht für mich keinen Unterschied, solange die Qualität stimmt. Ich freue mich daher auf die Umsetzung der Ideen“, erzählt er.

Dem Dorstener Koch ist der Wiedererkennungswert wichtig. Dieser Geschmack soll den Gästen im Gedächtnis bleiben, besonders bei einfachen Gerichten. „Eine gute Soße erkennt man sofort. Sie muss frisch sein, nicht zu scharf, nicht zu süß, einfach ausgewogen und sowohl Kindern als auch Erwachsenen schmecken. Deshalb ändern wir sie und schmecken sie immer wieder ab, bis wir zufrieden sind.“

Ausbildung und besondere Einsätze

Wer Andreas kennt, der weiß, dass er besonders gern mit Kindern oder Jugendlichen kocht. Daher bezieht er auch hier die Azubis in den täglichen Ablauf mit ein. „Sie sollen nicht nur zuschauen, sondern aktiv mitarbeiten. Der Umgang mit den verschiedenen Küchengeräten, das exakte Arbeiten nach Rezepten und das Gefühl für Produkte, das gehört alles für mich zu einer guten Ausbildung.“ Patricia Miske, Marketing Managerin im Atlantis, ergänzt: „Daher können sich unsere Besucher darauf verlassen, dass ihr Salat oder ihre Soße heute genauso gut schmeckt wie morgen oder nächste Woche.“

Auch abseits des Küchenalltags bleibt Andreas gefragt. So war der TV-Koch, bekannt aus Kabel 1, zu Besuch bei Francesco Mutti, dem Tomatenanbauer aus Italien. Vier Tage lang war er mit Tomatenpflückern und dem Chef selbst unterwegs und konnte dabei viele Einblicke in deren Arbeit gewinnen. „Diese Tage bleiben natürlich im Gedächtnis.“

Dass Andreas auch bei großen Anlässen gefragt ist, zeigt ein weiterer besonderer Einsatz: Er stand mit seinem Team am Herd und versorgte beim Besuch von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Dorsten Gäste und Helfer. Das zeigt, dass sein Können nicht nur im Tagesgeschäft gefragt ist.

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