Love Parade im Grünen – Jugendliche feierten den 1. Mai im Maria Lindenhof friedlich und ausgelassen.
Mit der Sonne, die sich am frühen Nachmittag durch die Wolken schob, zogen auch die Jugendlichen in den Maria Lindenhof ein.

Die Musik bis am Anschlag und volle Pulle, sodass es an einigen Stellen richtig was auf die „Ohren“ gab, kamen aus allen Richtungen, teilweise wie Karawanen auf Wüstentour, die Jugendlichen in den Maria Lindenhof einmarschiert.

Wer nicht schleppen wollte, zeigte sich erfinderisch. Ausgestattet mit Böllerwagen, umgebaute Einkaufswagen oder nur mit einer Decke unter dem Arm, wurde ein „kuscheliges“ Plätzchen in der Grünzone zwischen Lippe und Kanal erst mal klar gemacht.

Rauchzeichen
War der Standort schon mal gesichert, folgte bei einigen Besuchern die zweite Stufe: Der Grill und das Buffet wurden aufgebaut. Der Duft von verbrannten Bratwürstchen lag in der Luft. Bei einigen Grillmeistern stiegen die Rauchwolken wie Feuerzeichen in den Himmel auf.
Grund: Der Grill und das dazugehörige Werkzeug waren eher steinzeitmäßig und verlangten jede Menge Geschick, wenn es mit der Grillwurst etwas geben sollte.

Lecker Gegrilltes auf der Love Parade
Das störte aber niemanden. Wichtig war nur, dass es kokelte. Egal worauf, ob auf Pappe oder direkt auf die Grillanzünder, wurden Fleisch oder die Würstchen gelegt. Hauptsache das Fleisch war gut durch. Die Farbe, von hellbraun bis kohlrabenschwarz, spielte an diesem 1. Maitag eine untergeordnete Rolle.

Polizei vor Ort
Insgesamt neun Beamtinnen und Beamte sowie 20 Mitarbeiter/innen des Jugendamtes der Stadt Dorsten, drehten bis gegen Abend ihre Kontrollrunden. „Es ist heute deutlich ruhiger als in den letzten Jahren“, stellte Oberkommissar Volker Kabowski gegen 16 Uhr fest.

Dennoch hatten die Einsatzkräfte bis zum Schluss ein wachsames Auge bis zum Ende gegen auf das Geschehen. Bis auf ein paar kleine auseinandersetzungen feierten die Jugendlichen fröhlich und ausgelassen. Eine Verfehlung gab es dann doch noch.
Beute gemacht
Ein Gruppe Jugendlicher hatte längs des Weges Richtung Maria Lindenhof, so rein zufällig zufällig, ein Ortseingangsschild „Dorsten – Kreis Recklinghausen“ gefunden.

Diese Beute wurde dann stolz wie eine Trophäe mit in den Lindenhof geschleppt. Allerdings sah die Polizei das etwas anders. „Das geht gar nicht, denn das fällt unter Sachbeschädigung“, so die Erklärung.

Text: Petra Bosse
Fotos: Petra Bosse/Marc Stork




























