StartDorstenMenschenMachen statt Reden: Dorstener Trainer Andy Schilasky erlebt HYROX hautnah

Machen statt Reden: Dorstener Trainer Andy Schilasky erlebt HYROX hautnah

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Rund 15.000 Athleten sorgten im Dezember 2025 beim HYROX Frankfurt in der Frankfurter Messehalle für Gänsehautstimmung. Mitten im Geschehen stand auch der Dorstener Personal Trainer Andy Schilasky. Gemeinsam mit seiner Athletin Kirsten Döring aus Hamminkeln absolvierte der 63-Jährige erstmals einen HYROX Wettkampf im Mixed Double.

HYROX verbindet Ausdauer und funktionelle Kraft in einem klar strukturierten Format. Achtmal 1.000 Meter Laufen wechseln sich mit festen Kraftübungen ab. Alles findet indoor statt, ohne lange Pausen und mit einer Atmosphäre, die laut, dicht und intensiv ist. „Das ist kein klassischer Gesundheitssport“, sagt Schilasky. „Das ist Hochleistungssport. Man sollte wissen, worauf man sich einlässt.“ Entscheidend sei nicht maximale Kraft, sondern kluge Belastungssteuerung und mentale Stärke.

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Vom Abnehmkurs zum Ironman Finish

Seit 2021 betreut Andy Schilasky Kirsten Döring. Der Einstieg war ein Abnehmkurs, sportliche Erfahrung praktisch nicht vorhanden. Das Ergebnis war beeindruckend. Rund 30 Kilogramm Gewichtsverlust bildeten die Basis für den nächsten Schritt. Es folgten klar definierte Ziele. Erst ein Halbmarathon, dann ein Marathon. Danach der Einstieg in den Triathlon mit Starts über die olympische Distanz und die Mitteldistanz.

Der vorläufige Höhepunkt kam 2024 mit dem erfolgreichen Finish beim Ironman Frankfurt. „Von null Sport zu einem Ironman zu kommen, ist alles andere als selbstverständlich“, betont Schilasky. „Das braucht Zeit, Geduld, Disziplin und einen realistischen Aufbau.“

HYROX Frankfurt als neue Bewährungsprobe

Der Start beim HYROX Frankfurt war für Trainer und Athletin Neuland. Kürzer als ein Ironman, aber durch die Hallenbedingungen enorm fordernd. „Am Anfang fühlt sich alles noch kontrolliert an“, beschreibt Schilasky den Wettkampf. „Doch hinten raus meldet sich der Körper sehr deutlich.“ Vor allem die letzten Laufkilometer und die abschließenden Wall Balls verlangten noch einmal alles ab.

Nach 1 Stunde und 35 Minuten erreichten beide gemeinsam das Ziel. Die Zeit war zweitrangig. Entscheidend war das gemeinsame Durchziehen. „Man spürt, dass man nicht allein ist. Alle kämpfen mit denselben Herausforderungen“, sagt Schilasky.

Andy Schilasky Hyrox
Foto: privat

Erfahrung, die Vertrauen schafft

Für den Dorstener Trainer hatte der Start auch eine persönliche Bedeutung. Mit 63 Jahren noch einmal eine neue, intensive Wettkampfform zu bestreiten, ist keine Selbstverständlichkeit. Schilasky weiß, wovon er spricht. Als ehemaliger Trainer der Triathlon Nationalmannschaft der Bundeswehr qualifizierte er sich 2002 beim Ironman Frankfurt für Hawaii und stand im selben Jahr auch beim legendären Ironman auf Hawaii an der Startlinie.

„Es schadet nicht, wenn ein Trainer weiß, wie sich Wettkampf wirklich anfühlt“, sagt er. „Gerade dann, wenn es anstrengend wird.“

Training in Dorsten und starkes Vereinsleben

Neben dem Personal Training ist Schilasky in Dorsten fest verwurzelt. Er trainiert Gruppen beim TuS Gahlen und beim SV Dorsten-Hardt. Aktuell bereitet er eine gemeinsame Gruppe aus beiden Vereinen auf das Gym Race in Weeze vor. Rund 20 Teilnehmende werden dort an den Start gehen, der Großteil davon Frauen. Auch wenn HYROX Wettkämpfe nicht in Dorsten stattfinden, bieten die Vereinsstrukturen vor Ort gute Trainingsmöglichkeiten.

Engagement über den Sport hinaus

Schilasky engagiert sich zudem im Organisationsteam des Dorstener Brustkrebslauf. Gemeinsam mit Prof. Khadijeh Mohri und Dr. Ali Abdali organisiert er die Initiative, die im November bei der Laufgala in Bremen mit dem Publikumspreis des GemeinsamMehrBewegen Awards ausgezeichnet wurde. Die Ehrung kam direkt aus der Community. Für die Organisatoren ein besonders emotionaler Moment.

Andy Schilasky Hyrox
Foto: privat

Dorsten und die HYROX Weltspitze

Dass HYROX auch in Dorsten angekommen ist, zeigt ein weiteres Beispiel. Die spätere Weltmeisterin Linda Meier absolvierte wenige Wochen vor ihrem Titelgewinn ein Gasttraining im INJOY Dorsten. Ihr Sieg bei den Weltmeisterschaften unterstreicht, wie nah internationale Spitzenleistungen und lokales Training inzwischen zusammenrücken.

Blick nach vorn

Der sportliche Weg von Andy Schilasky ist noch nicht abgeschlossen. Mit 65 Jahren möchte er erneut bei HYROX an den Start gehen. Danach soll eine längere Wettkampfpause folgen. „Und dann schauen wir weiter“, sagt er mit einem Lächeln. In Dorsten darf man sicher sein, dass dieses Weiterschauen weiterhin viele Menschen motivieren wird.

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