Junge Deutenerin setzt sich durch

Aufregende und intensive Wochen liegen hinter der 12jährigen Maike Schulte aus Deuten. Sie durchlief das gesamte Sichtungsprogramm des WBV (Westdeutscher Basketball Verband), schaffte immer wieder den Sprung in die nächste Sichtungseinheit, und konnte zuletzt beim finalen Stützpunktturnier in Iserlohn die Trainer des NRW Kaders von ihrer Leistung überzeugen. Deshalb wurde sie in den NRW Kader berufen und wird dort ab sofort einmal im Monat speziell gefordert und gefördert.

Und dabei hatte alles so klein und beschaulich angefangen:

Als Zweitklässlerin wählte sie in der Grundschule Deuten die Basketball-AG, die damals gemeinsam mit Kindern der Wittenbrinkschule durchgeführt wurde. Geleitet wurde die AG von einem Jugendtrainer des BSV, der schnell erkannte, dass Maike eine ausbaufähige Spielerin war.

Er lud sie zu einem Probetraining ein und Maike war sofort begeistert dabei. Schon 2015 spielt die großgewachsene Centerspielerin als Jüngste im U 11 Kader, später sogar im U 14 Kader.

„Anfangs fand ich es spaßig und nett“, erzählt die sympathische junge Spielerin, „Und  ich merkte schnell, dass sich das Training auch in der Leistung auszahlte, dann machte es noch mehr Spaß“

Als sich zum Ende der letzten Saison ihre Mannschaft aufzulösen begann, schaute Maike sich nach einer neuen Spielstätte um, und entschied sich für Recklinghausen City Basket. Dort spielt sie ebenfalls in der U14 Mannschaft, und das  schon in der Regionalliga!

„Das erst mal kennenzulernen war ein riesiger Schritt“ , berichtet Maike und ihre Augen leuchten vor Begeisterung. „Das Training ist intensiv und die Mannschaft ist sehr leistungsorientiert!“ Und weil Maike sich auch hier glänzend präsentierte, wurde sie gefragt, ob sie nicht am Talentförderprogramm teilnehmen möchte. Natürlich sagte sie zu.

Drei – bis viermal wöchentlich fährt Mutter Petra Schute die junge Spielerin nun nach Recklinghausen. Koordination, Athletik, Einzeltraining, Analyse der Bewegungsabläufe, all das ist für Maike jetzt der Mittelpunkt ihrer Freizeitgestaltung.

Richtig intensiv wurde es, als das Sichtungsprogramm des WBV losging: Besonders ambitionierte Spieler wurden zu Trainingseinheiten im NRW Kader eingeladen, nach jedem Training wurde gesiebt: Entweder man bekam eine Absage oder man durfte an der nächsthöheren Trainingseinheit teilnehmen.

„Ich war jedesmal sehr nervös und immer erleichtert, wenn ich wieder eine Runde weiter kam“, erzählt Maike von den aufregenden Tagen. „Immer habe ich mich gefragt: War es das jetzt für mich?“

Aber das war es nicht! Sie schaffte es bis zum finalen Turnier und konnte auch dort mit ihren hervorragenden Rebound Fähigkeiten glänzen.

Unterstützt von ihren Eltern, die die aufwändigen Fahrten gern auf sich nehmen, wird Maike jetzt also noch zielgerichteter gefördert und trainiert. Die Schule macht ihr keine Probleme, Maikes Leistungen stimmen.

Und das sollten sie auch, denn der Verband will Einblick in die Zeugnisse seiner Spieler haben. Eine sehr verantwortungsvolle Maßnahme, die sicherstellt, dass manch einer sein Hobby nicht über die Schule stellt.

Und wo soll der Weg noch hinführen? Da ist Meike sehr entschlossen:

„Ich möchte unbedingt in der WNBL, der weiblichen Nachwuchsbundesliga spielen! Das ist mein absoluter Traum!“

Text und Foto: Melanie Brömmelhaus

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