Der s echsjährige Maximilian ist an einem unheilbaren Gehirntumor erkrankt. Sein Schicksal bewegt Dorsten und es wurden 100.000 Euro Spendengeld gesammelt

Krankenkasse des Jungen übernimmt die Therapiekosten. Das gespendete Geld kann bei Bedarf nun für andere Therapiezwecke verwendet werden könnte.

Dorsten. Schlimmer hätte die Diagnose für den kleinen Maximilian Kaluzna nicht sein können (wir berichteten). Der sechs Jahre alte Junge ist seit Mitte des Jahres an einem bösartigen Hirntumor erkrankt, der nicht geheilt werden kann.

Als über die örtlichen Medien bekannt wurde, dass die letzte Hoffnung eine Therapie mit dem in Deutschland noch nicht zugelassenen und sehr teuren Medikament ONC 201 aus den USA sein könnte, erfuhr die Familie überwältigende Hilfsbereitschaft der Dorstener Stadtgesellschaft.

Maximilian Kaluzna im Rathaus
Maximilian Kaluzna hat im Ratssaal der Stadt Dorsten auf dem Stuhl Platz genommen, auf dem während der Ratssitzungen sonst Bürgermeister Tobias Stockhoff sitzt.

Spendenmarke von 100 000 Euro

Es vergingen nur wenige Tage, bis die Spendenmarke von 100 000 Euro geknackt war. Das bedeutete zu diesem Zeitpunkt, dass die Therapie für drei Jahre gesichert wäre. Nun wird die Krankenkasse des Jungen doch für die Therapiekosten aufkommen, sodass das gespendete Geld – bei Bedarf – nun für andere Therapiezwecke verwendet werden könnte.

Welche Erfolgsaussicht die Therapie mit ONC 201 hat? Maximilians Mutter drückt es so aus: „Ich weiß nicht, wieviel Zeit uns bleibt. Aber diese Zeit möchte ich mit Maximilian verbringen.“

Maximilian Kaluzna im Rathaus
Im Büro von Bürgermeister Tobias Stockhoff hat sich Maximilian Kaluzna gleich an die Arbeit gemacht.

Max ist der Größte und voller Lebensmut

Wie viele Dorstener berührt auch Bürgermeister Tobias Stockhoff das Schicksal von Maximilian tief. Seitdem er von der unheilbaren Krankheit des jungen Dorsteners erfahren hat, hält er Kontakt zur Familie. „Max ist erst sechs Jahre alt. Aber, wie schon sein Vorname verrät, einfach der Größte“, sagt Tobias Stockhoff und ergänzt: „Trotz der vielen kräftezehrenden Behandlungen strotzt der kleine Mann nur so vor Lebensmut. Ich bin sehr glücklich, Max kennen zu dürfen.“

Sakrament der Firmung

Am vergangenen Wochenende war Tobias Stockhoff dabei, als Maximilian in der St. Agatha-Kirche das Sakrament der Firmung empfing. In dieser Woche stattete Maximilian, der je nach Wohlbefinden die Grashüpfer-Gruppe der städtischen Kita an der Marler Straße besucht, dem Bürgermeister auf persönliche Einladung einen Besuch im Rathaus ab.

Nach herzlicher Begrüßung ging es zunächst in den großen Ratssaal, in dem Maximilian vom Stuhl des Bürgermeisters aus sofort die Mikrofonanlage testete und dabei sogar die schwere Amtskette um den Hals trug. Warum ein Schlüssel auf dem Dorstener Stadtwappen zu sehen ist, wollte Maximilian wissen. Auch die Wappen der Dorstener Partnerstädte hatten es ihm angetan – besonders das der polnischen Partnerstadt Rybnik im Geburtsland seiner Mutter.

Maximilian Kaluzna im Rathaus
Fotos: Stadt Dorsten

Gast durfte „Bürgermeister“ sein

Anschließend ging es noch ins Büro des Bürgermeisters. Tobias Stockhoff und Maximilian tauschten auch hier die Plätze. Klar, dass der junge Gast als „Bürgermeister“ auch Entscheidungen treffen wollte. Und so entschied er, dass das Freizeitbad Atlantis, das er so gerne besucht, so schnell wie möglich wieder öffnet. Außerdem unterschrieb er einige Pixi-Bücher, die er als Andenken an diesen besonderen Nachmittag für sich und einige Freunde mitnahm. Der Titel: „Ein Tag mit dem Bürgermeister.“

Bei der Verabschiedung schlug Maximilian noch den Ort für die nächste Verabredung vor. Demnächst würde er gerne noch die Polizei besuchen. Denn noch etwas lieber als Bürgermeister, das hat er bei seinem Besuch im Rathaus verraten, möchte er Polizist werden.

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