Bald wird es wieder laut auf dem Acker: „Aufm Maisfeld links“ drehen Kleinkrafträder wieder ihre Runden. Am Samstag, dem 21. Oktober, treten 30 Mofas und über 60 Pilotinnen und Piloten zum Rennen an der Gahlener Str. 241 an.
Wird es wieder laut und schmutzig werden? „Damit rechnen wir fest“, erzählt Florian Klomfaß vom Verein „Hardt am Limit“ lachend. Noch ist das Gelände einer unscheinbare Wiese, aber am Samstag dürfte sie sich schnell in eine erdige, anspruchsvolle Rennbahn verwandeln. Dafür werden nicht nur die 30 Kleinkrafträder, sondern womöglich auch der eine oder andere Regentropfen sorgen. „Wir sind da wetterfest aufgestellt“, so Klomfaß, „denn die Rennteams bringen ihre eigenen Pavillons mit. Auch für die Zuschauer wird es Unterstellmöglichkeiten geben“.
Zugelassen sind Mofas mit motorstartenden Pedalen bis 50 Kubik. „Auch Tank und Rahmen sollten original sein“, ergänzt Klomfaß. Damit soll sichergestellt werden, dass das Tuning nicht allzu wilde Blüten treibt und die Räder einigermaßen vergleichbar bleiben. Dennoch lasse sich auch so aus dem Hubraum einiges an Leistung herauskitzeln, verrät der Mofa-Fan. Doch obacht: Wenn der Motor mehr Sprit frisst, muss man während des zweistündigen Rennens vielleicht nachtanken und verliert so wertvolle Zeit. „So manches alte Mofa hingegen hält die gesamte Zeit mit einer Tankladung locker durch“, so Klomfaß. Im Gegensatz zu manchem Hinterteil, weswegen die Teams in der Regel mit zwei bis drei Fahrerinnen oder Fahrern antreten.
Auf den Sieger warten Ruhm und Ehre, sowie ein „kreativ zusammengedengelter“ Wanderpokal. Unterstützt wird die Veranstaltung von mehreren Sponsoren.
„Aufm Maisfeld links“ ist geliebte Tradition
Aufm Maisfeld links 2023 ist in der Hardt die Fortsetzung einer geliebten Tradition. Vor sieben Jahren knatterten die Mofas zum ersten Mal über den Acker an der Gahlener Straße 241. „Die Idee zum Mofarennen entstand eigentlich aus einer Bierlaune heraus“, erklärt Florian Klomfaß vom Verein „Hardt am Limit“. „Einer unserer Gründungsmitglieder hatte gewettet, dass er es schafft, mit einem Mofa eine komplette Runde über das frisch geerntete Maisfeld zu fahren, ohne abzusteigen“, erinnert er sich.
Daraus entstand 2016 dann das erste „Rennen“. Zwei Mofas und ein Pocketbike nahmen teil, 20 Zuschauer und drei Kisten Bier reichten damals aus. „Ohne dass wir Werbung gemacht hatten, wurde das Rennen von Jahr zu Jahr größer“, erinnert sich Klomfaß schmunzelnd. Mit Verwunderung schauten die Organisatoren im Jahr 2019 dann schon auf fast 1000 Zuschauer und 30 teilnehmende Mofas.

Verein „Hardt am Limit“ bietet noch mehr als das Rennen
Aus der „Schnapsidee“ und dem ersten Rennen ist ein eigenständiger Club entstanden, der sich unter „Hardt am Limit“ auch außerhalb einen Namen gemacht hat. „Mittlerweile sind wir auch ein eingetragener Verein mit über 90 Mitgliedern“, berichtete Florian Klomfaß stolz. Auch außerhalb des Rennens feiern die Mitglieder das ganze Jahr diverse Veranstaltungen. Zudem führen sie immer neue Mofaausfahrten durch das Ruhrgebiet und Münsterland durch. 2020 musste „Hardt am Limit“ wegen der Corona-Regeln das Rennen zwei Tage im Voraus absagen, und 2021 fiel es ganz aus. Umso größer war 2022 die Vorfreude, mit Aufm Maisfeld links die nun fünfte Ausgabe endlich durchführen zu dürfen. Mit Erfolg: Über 1000 Zuschauer feuerten die Teilnehmer an.

Anreise am besten mit dem Rad
Am Samstag ist es dann nun wieder so weit. Die Organisatoren haben nur eine Bitte: „Die Parkmöglichkeiten sind sehr begrenzt. Wir empfehlen daher die Anreise mit dem Rad.“ Vielleicht hat ja auch der eine oder andere Zuschauer noch ein Mofa in der Garage?
Das Programm am 21. Oktober 2023
- 9 Uhr: Öffnung des Parkplatzes und des Veranstaltungsgeländes
(Gahlener Str. 241)
- ab 9 Uhr: technische Abnahme & Anmeldung der Teams
- 11 – 11.45 Uhr: freies Training
- 11.45 Uhr: Anmeldeschluus
- 12 Uhr: schnellste Runde
- 12.50 Uhr: Fahrerbesprechung am Bauwagen
- 12.55 Uhr: Sammeln aller Fahrer am Boxenausgang
- 13 Uhr: Start
- 15 Uhr: Zielflagge. Wer innerhalb der zwei Stunden die meisten Runden auf den Acker „gebrezelt“ hat, gewinnt.
- 15.15 Uhr: Siegerehrung
- 15.30 Uhr: Bierfassen




