Für den Sport gelten seit dieser Woche neue Corona-Regeln. Die Ausübung von Individualsport ist wieder möglich – das allerdings unter Bedingungen

Sportkoordinator Michael Maiß spricht über die neuen Corona-Regeln für den Bereich Sport

Dorsten (pd). Seit dieser Woche sind im Zuge der Corona-Schutzverordnung des Landes Nordrhein-Westfalen Lockerungen in Kraft getreten, die auch den Sport berücksichtigen.

Einige Sportangebote können wieder genutzt werden, einige Sportanlagen sind wieder geöffnet – das allerdings unter Auflagen. Eine Rückkehr in den Teamsport ist noch nicht möglich. Michael Maiß, Sportkoordinator der Stadt Dorsten, kennt die Antworten auf dringende Fragen.

Inwieweit dürfen die Dorstenerinnen und Dorstener ihrem Sport wieder nachgehen?

Michael Maiß: Die Ausübung von Individualsportarten ist wieder möglich. Dazu gehören zum Beispiel Tennis, Golf und Leichtathletik. Aber auch das Fußballspielen ist wieder möglich. Hier allerdings nur mit maximal zwei Spielern oder Personen des eigenen Hausstandes. Wer also unter freiem Himmel Torschuss- und Torwarttraining machen möchte, kann das tun.

Sind die Dorstener Sportanlagen wieder geöffnet?

Michael Maiß: Ja, unsere Sportanlangen sind im Prinzip seit Montag wieder geöffnet. Die Stadt Dorsten hat aber aus guten Gründen die Verantwortung zur Öffnung an die Vereine übertragen. Nur sie können gewährleisten, dass die geltenden Regeln eingehalten werden. Von daher entscheiden die Vereine selbst, ob, wann und in welcher Form sie ihre Sportanlage zur Ausübung von sportlichen Aktivitäten freigeben. Gemeinsam mit unserem Bürgermeister Tobias Stockhoff kann ich als Sportkoordinator nur appellieren, jegliche Entscheidungen der Vereine zu akzeptieren. Es sollte jedem klar sein, dass eine dauerhafte Überwachung von ehrenamtlichen Vereinsvorständen nicht zu jeder Zeit zu realisieren ist.

Wie sieht es mit Reithallen und Reitunterricht aus?

Michael Maiß: Das Reiten allein, zu zweit oder mit den Personen des eigenen Hausstandes auf den Außenplätzen der Sportstätten ist erlaubt. Ausdrücklich einbezogen ist dabei der Einzelunterricht im Freien. Für die Nutzung der Reithallen gelten vorerst weiterhin die bekannten Regeln. Sie dürfen nur für das Bewegen der Pferde aus Tierschutzgründen genutzt werden. Sport und Training sowie Einzelunterricht sind in der Halle noch nicht wieder zulässig.

Wie ist die Resonanz der Sportlerinnen und Sportler und der Vereine?

Michael Maiß: Zwischen Freude und Zurückhaltung ist alles dabei. Jeder freut sich, seinem Hobby, wenn auch zunächst nur begrenzt, wieder nachgehen zu können.

Während Tennisspieler und Golfspieler nahezu frei Fahrt haben, müssen die Fußballer organisatorisch erhebliche Aufwände betreiben, um weiterhin die bestehenden Regeln einhalten und kontrollieren zu können. Es ist ganz wichtig, die Lockerungen nur als einen kleinen Schritt hin zur sportlichen Normalität zu bewerten.

Die Lockerungen sind auf keinen Fall ein Freifahrtschein. Wir müssen weiterhin unseren Verstand einsetzen und genau abwägen, was wir gerade sportlich tun. Unsere Dorstener Sportlerinnen und Sportler beweisen aber seit Beginn der Pandemie, dass sie gewissenhaft und verantwortungsvoll mit den Regeln umgehen. Von daher bin ich sicher, dass das auch so bleibt – bei allem Verständnis, dass sich Mannschaftssportlerinnen und Mannschaftssportler extrem danach sehnen, endlich wieder mit ihren Mitspielerinnen und Mitspielern auf dem Feld zu stehen.

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